Schon 50 g Wurst erhöhen Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs drastisch
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 16. Januar 2012, 16:00 Uhr
GNL5356
Fleisch und Wurst gehören mittlerweile für viele Menschen so selbstverständlich zu ihrer täglichen Ernährung, dass wir die Auswüchse in den letzten Wochen wieder einmal zu spüren bekommen haben: Das gesteigerte Bedürfnis führt zu Massentierhaltung, daraus resultieren dann Belastungen des Fleisches und Besiedelung der Nahrung mit Bakterien.
Die einfache Lösung: Fleisch muss wieder zur Sonntagsspeise werden - davon würde, je nach Fleischsorte, die Sie überwiegend zu sich nehmen, nicht nur das Tier profitieren, dass so nicht mehr in Rekordzeit gemästet werden würde, sondern langsam und unter besseren Bedingungen wachsen dürfte. Vielmehr können Sie sich durch den Verzicht auf Fleisch vor einer der gefährlichsten Krebserkrankungen schützen: Vor Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Diese Krebsart ist so bedrohlich, weil sie lange Zeit keine Symptome und Beschwerden verursacht. Daher ist es kaum möglich, sie erfolgreich zu therapieren, weil sie häufig viel zu spät entdeckt wird. Von den über 13.000 Menschen, die in jedem Jahr alleine in Deutschland an dieser Krankheit neu erkranken, sterben innerhalb eines Jahres nach Diagnosestellung 80 Prozent.
Als Risikofaktoren für Bauchspeicheldrüsenkrebs gelten deutlich zu hohes Gewicht und Rauchen. Rotes Fleisch stand ebenfalls schon länger im Verdacht, zu der Entstehung dieser Krebsart beizutragen. In wie weit es aber das Risiko erhöht, war bisher unbekannt. Nun haben Forscher vom Karolinska Institut in Stockholm elf Studien mit über 6.600 Patienten ausgewertet. In dieser so genannten Meta-Studie fanden sie heraus, dass schon relativ geringe Mengen Wurst oder Fleisch sich auf die Entstehung des Bauchspeicheldrüsenkrebses auswirken.
Die Forscher entdeckten, dass schon ein Verzehr von 50 Gramm Wurst pro Tag das Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, um fast zwanzig Prozent erhöht. 50 Gramm Wurst oder auch Speck - wie viel ist das genau? Stellen Sie sich vor, Sie essen ein Rührei mit Bauchspeck, dann sind dies zwei Scheiben Frühstücksspeck. Bei normalem Aufschnitt sind es ebenfalls zwei, je nach Dicke auch drei Scheiben Wurst.
Das Gefährliche: Das Risiko steigt stark an, je mehr Wurst Sie verzehren. Alleine aus diesem Grund fordern die Wissenschaftler des Karolinska Institut, Wurst und rotes Fleisch nur sparsam zu verzehren, um die Entstehung dieser gefährlichen Krebsart so gut wie möglich zu verhindern.
ähnliche Beiträge
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Christine (16.01. 2012 16:53 Uhr):
So langsam kann ich diese Beiträge darüber, was wir essen oder nicht essen sollten einfach nicht mehr ertragen. 60 Jahre bin ich auf dieser Welt und von je her bin ich gewöhnt alles zu essen: ALLES IN MAßen UND NICHT IN MASSEN, wie meine Urgroßmutter bereits sagte. Und es liegt doch nicht daran, ob das Fleisch oder die Wurst rot sind oder grün. Der Inhalt ist es doch. Manchen Tag verbringe ich schon einiges an Zeit beim Einkauf, um mal wieder die Ingredenzien der Nahrungsmittel auf den Verpackungen zu studieren. Und DANN wird mir schlecht! Jod - Fluour - Glutén - Glutamat - Laktose - Süßstoff .... ich könnte noch viel mehr aufzählen. DAS MACHT UNS KRANK und nicht das Produkt als solches. Wir sollten doch endlich mal bei der Wahrheit bleiben! ALLES IN MAßEN UND SAISONAL UND REGIONAL - dann könnte es ein ganz klein wenig Erfolg haben.... nur o.g. Zusatzstoffe sind dann zu beachten. Auch wenn es seine Zeit braucht, die heraus zu finden, aber es lohnt sich auf die Dauer schon. Augen auf sagt Christine
Antworten - Kommentar von Wolfgang Pfeifer (16.01. 2012 18:59 Uhr):
Haarsträubender Unsinn mit "wissenschaftlichem" Mäntelchen! Wäre diese "Erkenntnis" wirklich wahr, wären unsere Fleischermeister längst ausgestorben: Diese essen nahezu täglich ihre eigenen Fleisch- und Wursterzeugnisse!
Antworten - Kommentar von Silvia (17.01. 2012 21:38 Uhr):
Super Beitrag - danke! Ich bin froh, wenn mal jemand kein Blatt vor den Mund nimmt und sagt, was zu sagen ist. Dass der Verzehr von Fleisch (und auch anderer tierischer Produkte) zu Krebs und - nebenbei bemerkt - auch vielen anderen sogenannten Zivilisationskrankheiten führt ist kein Märchen, sondern längst bewiesene Tatsache. Es gibt sehr viele unabhängige Studien, die zu diesem Ergebnis kommen (z.B. nachzulesen in "Die China Study" von Campbell oder "Ernährung für ein neues Jahrtausend von John Robbins). Leider werden solche Forschungsergebnisse oftmals nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, da weder die Fleisch, noch die Milch- oder Eierindustrie irgendein Interesse daran hätten und daher jährlich Hunderttausende Euros ausgegeben werden, um den gutgläubigen Konsumenten weiterhin die Lügen vom "Fleisch, ein Stück Lebenskraft" (solange es eben lebt) und "Die Milch machts" (ja was eigentlich macht die Milch denn nun genau? ) verkaufen zu können. Wie man leider immer wieder feststellen muss, sind viele Menschen in unserer Gesellschaft von den Werbebotschaften so verblendet, dass sie von ihrer Überzeugung, dass Fleischprodukte, Milcherzeugnisse und Eier ja sooo gesund seien, kaum mehr abzubringen sind. Dass dafür unschuldige Tiere in Massentierhaltungsfabriken leiden müssen und grausam in Schlachthöfen niedergemetzelt werden, stört dabei auch kaum einen, da man ja "nur" die fertigen Produkte im Supermarkt oder beim Metzger kauft und immer die anderen am Dilemma schuld sind. Schon in früheren Zeiten haben sich Philosophen und andere Berühmtheiten mit dem Thema Fleischverzehr und Tierrechte auseinandergesetzt und sind dabei oftmals zu ähnlichen Schlüssen gelangt, z.B. "Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig" von Arthur Schopenhauer (1788 - 1860). "Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an" von Albert Schweitzer (1875 - 1965). "Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück" von Pythagoras (582 - 496). "Wahrlich ist der Mensch der Könige aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige." von Leonardo da Vinci (1452 - 1519). "Ostern zu feiern und Lamm zu essen ist so, als feierte die Feuerwehr ihr Bestehen damit, dass sie ein Haus abbrennt oder die Wasserwacht, indem sie ein Schiff versenkt." von Sathya Sai Baba (*1926). "Solange die Menschen die wandelnden Gräber der von ihnen ermorderten Tiere sind, wird es Krieg geben auf dieser Erde" von Georg Bernhard Shaw (1856 - 1950). "Ich besitze selbst viele Tiere und liebe sie über alles, wie kann ich dann ihr Fleisch essen?" von Michael Jackson (1958 - 2009). "Man möchte wahrlich sagen: die Menschen sind die Teufel dieser Erde und die Tiere ihre geplagten Seelen." von Arthur Schopenhauer (1788 - 1960). "Heute sehen wir nichts mehr vom qualvollen Leben und Sterben des Schlachtviehs. ... Eben noch ein Tier, im nächsten Augenblick schon zerteiltes Fleisch: unsere Nahrung. Unsere Art von Kannibalismus. Es ist die Anonymityt unserer Tieropfer, die uns taub macht für ihre Schreie." von Luise Rinser (1911 - 2002). ...
Antworten