Schluckimpfung kann in Zukunft Bauchspeicheldrüsenkrebs verringern
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 10. Januar 2012, 16:00 Uhr
GNL5356
Eine neuartige Schluckimpfung könnte in Zukunft das Ausweiten von Bauchspeicheldrüsenkrebs verhindern. Wissenschaftler der Universität Heidelberg haben eine solche Impfung im Tierversuch getestet und sie hat sich als positiv erwiesen. Nun wollen die Forscher die nächste Testphase beginnen.
Bei dem Impfstoff handelt es sich um den so genannten VXM01. Dieser soll das Immunsystem anregen, damit es die Blutgefäße eines Tumors vernichtet. Sind diese zerstört, ist der Tumor nicht mehr in der Lage, zu wachsen - ihm wurde die Nährstoffversorgung genommen. Zudem ist er ohne Blutgefäße nicht mehr in der Lage, andere Organe zu befallen und hier Metastasen zu bilden.
Die Forscher verwendeten veränderte Bakterien als Impfstoff. Diese beinhalten ein Gen, welches dafür sorgt, dass ein Eiweiß produziert wird, das auch in den Blutgefäßen des Tumors existiert. Das Immunsystem hält dieses Eiweiß für gefährlich, da es über die Impfung, also „unerlaubt", in den Körper gelangt ist. Es greift die Bakterien an - und lernt dadurch, auch die Zellen des Tumors, die ebenfalls dieses Eiweiß enthalten, anzugreifen und zu vernichten.
In den Tierversuchen zeigte sich, dass dieser Impfstoff sehr erfolgreich war. Die Tumore wuchsen deutlich langsamer. Zudem bildeten sich nur wenige Metastasen, so dass die Tiere, die geimpft worden waren, eine höhere Chance hatten, zu überleben.
Die Wissenschaftler wollen nun ihre Impfung am Menschen testen. An dieser Studie werden Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs teilnehmen, bei denen der Krebs nicht operiert werden kann oder der bereits gestreut hat. Sie werden stationär aufgenommen und erhalten in zehn Tagen sowohl die standardisierte Behandlung als auch vier Impfungen - bzw. ein Scheinmedikament. Bereits nach diesen zehn Tagen lässt sich nachweisen, ob die Impfung wirkt: Es dauert tatsächlich nur eine kurze Zeit, bis sich das Immunsystem auf das fremde Eiweiß eingestellt hat und beginnt, die Blutgefäße des Tumors anzugreifen.
Nach diesem stationären Aufenthalt werden die Patienten zwei weitere Jahre von den Wissenschaftlern begleitet. Sie wollen herausfinden, wie sich die Erkrankung der Studienteilnehmer in dieser Zeit entwickelt und welche Überlebenschancen die Patienten haben.
Bei den Trägerbakterien, die für die Impfung verwendet werden, handelt es sich übrigens nicht um Neuentdeckungen, sondern um „alte Bekannte" der Wissenschaft. Sie werden schon lange Jahre als Impfstoff verwendet und sind unter anderem für Impfungen gegen Typhus zugelassen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Achim W Flores (10.01. 2012 16:30 Uhr):
Sehr geehrte Frau Dr. Huebner, vielen Dank fuer Ihren Artikel. Glauben Aerzte wirklich, dass sie die Natur ueberlisten koennen ? So einen fantastischen Mechanismus des Lebens kann niemand besser machen als die Natur. All die Zusammenhaenge und Funktionen von milliarden Koerperzellen, Nerven und Hormone kann niemand besser als die Natur selbst. Doch da gibt es noch die Verfuehrung zu 'Fast Food' Alkohol, Zucker, Brot, Milchprodukte, chemie+medizinverseuchtes Trinkwasser und die Lebensmittelindustrie mit ihren ungesunden Erfindungen und Umweltbelastungen. Nein, wenn Sie mich fragen ist das nun wieder eines der Tricks und Versuchungen der Pharmaindustrie. Zu einem guten und schoenen Leben gehoert auch das sanfte Sterben und der groesste Teil der Menschen stirbt heutzutage mit ueber 75 Jahren. Dabei darf auch die ein oder andere Krankheit mal zuschlagen....schliesslich sind wir alle selbst verantwortlich fuer unser Leben und nicht der liebe Gott oder andere. Wir haben die Wahl ! Doch bitte Finger weg von Allheilmitteln und falschen Versprechungen. Solange wir Menschen Alkohol, Zucker, 'Fast Food' und Nikotin im Uebermass konsumieren, duerfen wir nicht klagen. L.Gr. A.W.Flores
Antworten - Kommentar von Johann Niedermayer (11.01. 2012 08:23 Uhr):
Interessant! Eigentlich müsste an dieser Stelle auch darüber bereichtet werden, dass Dr. Rath. Der ist nämlich imstande, nicht nur einen Schlüsselmechanismus von Krebsgeschwülsten zu blockieren, sondern deren vier. Warum also ist hier über die Entdeckungen von Dr. Rath nichts zu lesen?
Antworten - Kommentar von Gröper (14.01. 2012 13:59 Uhr):
Wenn die Menschen nicht langsam aufwachen und den Impf- und Forschungswahn des medizinisch-pharmazeutischen Komplexes durchschauen, der Milliarden verschlingt und auf Bekämpfung von ach so gefährlichen Viren und Bakterien im u.außerhalb des Menschen zielt, regelmäßig Angst und Schrecken mit Ankündigung immer neuer Pandemien (Schweine-,Vogelgrippe,EHEC,Influenza etc.) zu propagieren und ohne Rücksicht weiter in die Natur sowie die Natur des Menschen eingreift und diese manipuliert, nur um den Geldkreislauf aufrecht zu erhalten,dann dürfte der Selbstzerstörung des menschlichen Erbgutes und damit der Menschheit nichts mehr im Wege stehen...!
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