Schlafmangel erhöht Schlaganfall-Risiko
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Schlaganfall
vom 14. Februar 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
„Ich kann nicht wirklich gut schlafen" - dieser Satz löst bei vielen Menschen erst einmal Mitleid für den Betroffenen aus. Dass dauerhaft mangelnder Schlaf aber ein großes Gesundheitsrisiko ist, wissen die wenigsten - und doch, zuwenig Schlaf macht Sie nicht nur schlecht gelaunt und unausgeglichen. Er erhöht sogar Ihr Risiko für Diabetes und Schlaganfälle. So kann er Ihre Lebensdauer deutlich verringern.
Diese Erkenntnis gewannen Forscher durch eine Studie an über 470.000 Menschen, die sie bis zu 25 Jahre lang beobachteten. Diejenigen, die nur sechs Stunden pro Nacht oder weniger schliefen, hatten ein um fast 50 Prozent höheres Risiko für tödliche Herzerkrankungen und ein um 15 Prozent gesteigertes Risiko für einen Schlaganfall.
Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass durch den verringerten Nachtschlaf bestimmte Hormone ausgeschüttet werden, die das Körpergleichgewicht durcheinander bringen. Die Forscher empfehlen daher, mindestens sieben Stunden pro Nacht zu schlafen.
Übrigens: wussten Sie, dass zu viel Schlaf auch nicht gesund ist? Wenn Sie regelmäßig mehr als neun Stunden schlafen, sollten Sie sich ärztlich untersuchen lassen. Denn so eine lange Schlafphase weist häufig auf eine Herzerkrankung oder andere Krankheiten hin.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Ellen (22.02. 2011 11:21 Uhr):
Immer schön zu lesen, was Forscher raten. Diesmal lautet die Empfehlung: Die Forscher empfehlen daher, mindestens sieben Stunden pro Nacht zu schlafen. Schön. Man könnte angesichts solcher Ratschläge meinen, dass die Menschen, die weniger schlafen, dies aus Jux und Tollerei tun. Wenn Menschen, die unter Schlafmangel leiden, selbst für einen längeren Nachtschlaf sorgen könnten, dann würden sie es mit Wonne tun. Da braucht es keinen Forscher mit Empfehlungen. Schlafmangel wird einem beschert und ist alles andere als erwünscht. Bei den Frauen verhilft ab gewissem Alter schon der Oestrogenentzug durch die Natur, dass viele Annehmlichkeiten des bisher gewohnten Lebens schwinden. Auch hier gibt es tausend Ratschläge. Auch diese kennen die Betroffenen. Schliesslich probieren sie ja auch alles und am Ende, wenn nichts zum Erfolg führt, hilft dann doch nur noch der Vorschlaghammer. Herzliche Grüsse Ellen
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