Schlafentzug kann vor Belastungsstörungen schützen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 14. Dezember 2010, 16:00 Uhr
GNL5356
es klingt nach einem guten Rat: Der Satz „Schlaf einfach erst einmal darüber" nach schweren Situationen. Aber Schlaf bringt nicht immer Zufriedenheit und Entspannung. Gerade nach traumatischen Erlebnissen ist ein Schlafentzug wirksamer. Das haben Forscher jetzt herausgefunden.
Sie hatten Freiwilligen Videos von überraschenden Verkehrsunfällen gezeigt. Dann durfte die Hälfte der Teilnehmer schlafen gehen. Die anderen mussten die folgende Nacht durchwachen. Das Ergebnis: Diejenigen, die wach bleiben mussten, hatten nicht so starke Erinnerungen an die Unfälle wie die, die geschlafen hatten.
Der Grund dafür: Im Schlaf verfestigt sich das, was wir tagsüber erlebt und erlernt haben. So führt Schlaf aber auch dazu, dass sich schlimme Erlebnisse verfestigen. Forscher gehen davon aus, dass Menschen, die Katastrophen erlebt haben, durch einen Schlafentzug in der nächsten Nacht sogar davor bewahrt werden können, eine posttraumatische Belastungsstörung zu erleiden.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Roland Haderer (14.12. 2010 20:36 Uhr):
Selbstverständich wirkt das im Schlaf nach, was man erlebt hat. Deshalb sollte man sich seine erinnerungswerten Erlebnisse oder Gedanken vor dem Sc hlafen selbst schaffen. Das kann ein Gebet sein, eine Meditation ein gutes Buch oder Märchen für Kinder.
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