Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Depression
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Bei geöffnetem Fenster schlafen und dabei - damit genügend Luft hineinkommt - die Rolladen geöffnet lassen? Manche Menschen empfinden das als ideal, dabei ist dies nicht ungefährlich. Amerikanische Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass Schlafen bei Dämmerlicht depressiv machen kann.
Die Wissenschaftler der Ohio State University hatten weibliche sibirische sterilisierte Hamster verwendet. So konnten sie hormonelle Auslöser der Depression ausschließen. Die Tiere wurden in zwei Gruppen geteilt. Eine Gruppe lebte acht Wochen lang in normalem Rhythmus von 16 Stunden Tag mit 150 Lux und 8 Stunden in Dunkelheit gehalten. Die zweite Gruppe lebte vier Wochen lang 16 Stunden bei 150 Lux hellem Licht und 8 Stunden bei 5 Lux starkem Licht pro Tag. Diese 5 Lux entsprechen zum Beispiel dem Licht eines Fernsehers im Dunkeln. Danach verbrachten die Tiere eine, zwei oder vier Wochen im Dunkeln.
Es zeigte sich, dass die Hamster, die vier Wochen lang nachts Dämmerlicht ausgesetzt waren, wenig Interesse an Dämmerlicht zeigten. Dies gilt als ein Zeichen für Depression. Allerdings machten schon zwei Wochen in einem normalen Schlafrhythmus diesen Effekt wieder rückgängig.
Grund hierfür ist wahrscheinlich der Tumor-Nekrosefaktor. Dabei handelt es sich um ein Molekül, das im Gehirn für die Entwicklung von depressiven Symptomen verantwortlich ist. Effekte wie in der Hamster-Studie vermuten die Forscher bei Menschen, die nachts sehr lange fernsehen oder aber denen eine Straßenlaterne ins Zimmer scheint.
- Kommentar von Dorrit Gasior
Guten Tag, wie sieht das denn mit Nachtlicht für Kinder aus? Meine fast vierjährige Tochter "kann" nicht ohne schlafen (sie hat Angst im Dunkeln). Vielen Dank für Ihre Antwort
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