Saunagänge können die Wirkung Ihrer Medikamente verändern
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Sauna
vom 3. November 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
wenn Sie zu denjenigen gehören, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten Ihren Arzt oder Apotheker befragen, ob diese durch Wärme - etwa beim Saunieren - beeinflusst werden können. Die Wärme kann die Wirkung verschiedener Arzneimittel verändern. So geben zum Beispiel einige wirkstoffhaltige Pflaster - wie etwa Schmerz- oder Hormonpflaster - in der Sauna mehr Arzneistoff in die Haut und das Blut ab. Ihre Wirkung kann sich dadurch verstärken. Das betrifft zum Beispiel auch Wirkstoffpflaster zur Raucherentwöhnung.
Durch starkes Schwitzen kann in der Sauna zudem die Klebefähigkeit von Pflastern nachlassen, sie können sich leichter ablösen. Einige so genannte "Rheumasalben" sollten vor dem Saunagang vermieden werden, da diese Kombination die Haut zu stark reizt. Auch Insulin verträgt keine Wärme. Diabetiker, die eine Insulinpumpe tragen, sollten diese vor dem Saunagang ablegen. Andere Wärmequellen wie Heizkissen oder Wärmestrahler wirken ähnlich.
Auch bei Fieber und akuten Entzündungen kann Wärme die Beschwerden verstärken. Deswegen sollten Sie die Sauna bei Erkältungen, grippalen Infekten, echter Grippe (Influenza) und allen schweren Entzündungen meiden.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb