Sanfte Reize gegen den Schmerz

in Fit in 8 Minuten
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Wissenschaftler des Bonner Life Science Inkubators (LSI) wollen neue Wege der Schmerztherapie beschreiten. Ziel ist die Unterdrückung von Schmerzen mittels schwacher elektrischer und mechanischer Reize. Die Stimulation soll über spezielle Verbände geschehen, in die Hightech-Chips integriert sind. Vorstudien deuten darauf hin, dass dieses Verfahren insbesondere zur Linderung von chronischen Schmerzen geeignet ist.


Das Projekt mit dem Namen "med4life" ist das jüngste Mitglied im Kreise von insgesamt sieben Entwicklungsvorhaben aus dem Spektrum Biotechnologie, Pharma und Medizintechnik, die derzeit vom LSI unterstützt werden. Das Konzept von "med4life" beruht auf Untersuchungen zur sogenannten elektromechanischen Schmerzsuppression (EMSS), die am Universitätsklinikum Bonn durchgeführt wurden. Grundlage dafür ist eine Technologie, die Stimulationselektroden und andere Komponenten in kompakter Bauweise miteinander verbindet. "Unser Ziel ist es, durch gezielte Neuromodulation das Schmerzgedächtnis chronischer Schmerzpatienten wieder auf Normalmaß zu regulieren und dadurch ohne Einsatz von Medikamenten die Lebensqualität signifikant zu verbessern", so Projektleiter Dr. Tobias Weigl.

Die Förderung von "med4life" soll die Gründung eines eigenständigen Unternehmens vorbereiten, denn der Technologietransfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft ist ein grundsätzliches Ziel des LSI. "Wir wollen exzellente Forschung marktreif machen. Dazu verfolgen wir ein bundesweit einzigartiges Förderkonzept", betont LSI-Geschäftsführer Dr. Jörg Fregien. "Das Besondere ist unser ganzheitlicher Ansatz: Die Kombination aus finanzieller Unterstützung, Beratung der Forscher in allen kaufmännischen Fragen und der Begleitung von Firmengründungen, inklusive der Startfinanzierung. Wir fördern neue Ideen bereits dann, wenn erste Ergebnisse darauf hindeuten, dass damit neue Wege in Therapie und Diagnostik beschritten werden."

Der LSI, der in enger Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft und deren Technologietransfer-Organisation Max-Planck-Innovation entwickelt wurde, wird von einer Public-Private-Partnership getragen. Beteiligt sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Max-Planck-Gesellschaft, die NRW-Bank, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Sparkasse KölnBonn, das Forschungszentrum caesar und private Investoren. Infoblatt: "LSI, Sprungbrett für visionäre Existenzgründer" (PDF-Download)unter: www.life-science-inkubator.de/presse/lsi_sprungbrett_fuer_visionaere_existenzgruender.pdf

 


von
Helmut Erb

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Kommentar von charlotte

das finde ich sehr gut. Kann man sich an der Studie beteiligen? Ich bin im Seniorenheiem als Hospizbegleiter tätig ( ehrenamtl.) und würde das gern für unsere Bewohner mit testen können. Danke für die Antwort.

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