Salzverzicht hilfreich bei Bluthochdruck?
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Bluthochdruck
vom 3. Februar 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
über die Rolle von Salz bei Bluthochdruck wird viel diskutiert. Mal heißt es, dass Salz keinen Einfluss auf den Blutdruck habe, mal wiederum, dass eine salzarme Ernährung dazu beitragen kann, den Blutdruck zu senken. Was stimmt nun? Das möchte mein Leser Hans F. wissen.
Ob eine salzarme Ernährung sich auf Ihren Blutdruck auswirkt, ist nicht so einfach zu sagen - Grund dafür ist, dass es Menschen gibt, die salzsensitiv sind. Andere wiederum reagieren überhaupt nicht auf Salz.
Allerdings sollten Sie bedenken, dass wir heute bis zu 30 Gramm Kochsalz pro Tag zu uns nehmen - das ist viel mehr, als gesund wäre. Sechs Gramm pro Tag sind mehr als ausreichend.
Daher sollten Sie gerade als Hochdruckpatient Ihren Salzkonsum einschränken; unabhängig davon, ob Sie salzsensitiv sind oder nicht. Verzichten Sie daher zum Beispiel auf Pökelware, aber auch auf Fertiggerichte und verwenden Sie zum Würzen Kräuter statt Salz. Bedenken Sie auch, dass manche Getränke, wie zum Beispiel bestimmte Mineralwasser-Sorten, viel Salz enthalten.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Baldelli Angela (03.02. 2011 19:05 Uhr):
Sehr geehrte Frau Dr. Hahn-Hübner, ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir auf meine Frage antworten könnten, Gehe ich richtig in der Annahme, dass ein Mensch, der aufgrund einer Leberzirrhose Furosemid und anderes nehmen muss, im Prinzp seinen Salzkonsum einschränken sollte? Der Hausarzt dieses Menschen nimmt es recht locker - er sieht ja nicht, wieviel Salz da jeweils auf dem Teller noch durch den Streuer landet. Diese mensch hat nun sehr häufig Muskelkrämpfe und auch sonst Schmerzen. Ich gehe davon aus, dass der Körper das zu viele Salz nicht ausschwemmen kann und sich davon in den Muskeln ablagert. <Wenn ich kurz vor der Geburt meines Sohnes den Rat bekam, ao wenig alks möglich Salz zu essen, da,mit in den Muskeln eben auch so wenig als möglich sei und so die Schmerzen wesentlich weniger , müsste das doch auch für den besagten Patienetn gelten ??? . Ich würde mich freuen, eine Antwort zu bekommen. Mit freundlichen Grüssen Angela Baldelli
Antworten- Antwort von Dierck H Liebscher (04.02. 2011 12:38 Uhr):
Furosemid ist ein Arzneimittel, das gleichzeitig auch unerwünscht die Magnesium-Rückresorption verringert, wodurch ein Mg-Verlust auftritt mit der Konsequenz eines Mg-Mangels. Muskelkrämpfe und Schmerzen können mit einem Mg-Mangel verbunden sein. Jeder Arzt der Wassertabletten, Diuretika, verschreibt, sollte den Magnesiumspiegel kontrollieren und Mg substituieren.
- Antwort von Dierck H Liebscher (04.02. 2011 12:38 Uhr):
- Kommentar von Udo Börner (03.02. 2011 19:07 Uhr):
Man sollte das Kochsalz Natiumclorid, NaCl; durch Kaliumclorid, KaCl, ersetzen. Dies ist ein spezielles Salz, welches man in Reformhäusern erhält.
Antworten- Antwort von Baldelli Angela (06.02. 2011 19:27 Uhr):
Sehr geehrter Herr Börner, herzlichen Dank für Ihre Antwort - ich gehe davon aus, dass der Körper eine Weile braucht, bis er auf eine Umstellung reagiert - da ich hier in Belzig kein Reformhaus habe, muss ich waretn, bis ich wieder nach Berlin fahre. Durch meine Homöopatin jedoch bekommt der Patient seit einiger Zeit Schüsslersalz Nr. 4 - Kalium chloratum - es ist wenigstens ein Anfang. Wenn der Kopf jedoch nicht mitmacht und die Person stur bleibt, kann man trotz Engelszungen keine grossen Fortschritte machen - der Alkoholmissbrauch hat doch ziemliche Spuren hinterlassen. Meine Antwort ist nur für Sie und nicht für die Öffentlichkeit Mit freundlichen Grüsssen Angela Baldelli
- Antwort von Baldelli Angela (06.02. 2011 19:27 Uhr):
- Kommentar von Dierck H Liebscher (04.02. 2011 12:33 Uhr):
Sehr geehrte Frau Dr. Hahn-Hübner, vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag, der aber nur der halben Wahrheit entspricht. Es geht mehr um die bisherige Verdrängung von Magnesium, Kalium und Calcium durch Natrium in der Ernährung bzw. durch den Ernährungsstil. Ihre zitierten 30 g Kochsalz entsprechen etwa 11800 mg Natrium. Dieser Wert liegt liegt bereits fast 8-fach über dem empfohlenen Wert, - Dietary Reference Intake - DRI von nur 1500 mg Natrium. Sie haben Recht, auch 6 g Kochsalz, - entsprechend 2360 mg Natrium, sind mehr als ausreichend – und damit zuviel. Üblicherweise wird angenommen, dass die Bevölkerung etwa einen 2-3fach erhöhten Natrium-Konsum hat. Gleichzeitig wurde in den USA gezeigt, dass mehr als 50-65% der Bevölkerung die Empfehlungswerte für Magnesium, Kalium und Calcium nicht erreichen. Das führt zu einem extremen Ungleichgewicht dieser essentiellen Stoffe. Es geht also um die Steigerung von Magnesium, Kalium und Calcium einerseits und um das Absenken der Na-Zufuhr andererseits. Eine verminderte Zufuhr von Natrium bei gleichzeitigem Anheben von Magnesium, Kalium und Calcium senkt den Blutdruck. Exakt dies beinhalten die Empfehlungen der amerikanischen Richtlinien zur Bluthochdruckbehandlung: die so genannte DASH-Diät; - Dietary Approaches to Stop Hypertension diets) (KARPPANEN et al. in Journal of human hypertension 2005;19:S10-9). Wichtig ist auch zu wissen, dass bei einem Calcium- und Kaliummangel zuerst mit Magnesium zu beginnen und dass bei einem chronischen Magnesiummangel Magnesium in Höhe von 1000-1500 mg Mg zu substituieren ist (CLASSEN et al. – Innere Medizin. 2009). Mit freundlichen Grüßen Dierck-H.Liebscher
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