Salbei macht Ihren Hals frei
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Salbei
vom 21. Januar 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
Der stark duftende Salbei (Salvia officinalis) ist eine der ältesten Heilpflanzen gegen Husten und Heiserkeit, die wir aus unseren Breiten kennen. Er stammt ursprünglich aber auch aus dem Mittelmeerraum und wurde schon von den alten Ägyptern verwendet. Salbei verdankt seinen Namen dem lateinischen Wort „salvere" für gesund sein, sich wohlbefinden oder heilen. Weisheit und ein hohes Alter sind seit jeher mit seinen Heilkräften verbunden. Die alten Griechen glaubten, Salbei könne unsterblich machen. Im alten Ägypten wurde Salbei als Geber und Beschützer des Lebens verehrt. Auch die Römer waren dieser Meinung. Sie gaben ihren Frauen Salbei zur Steigerung der Fruchtbarkeit. Theophrastus Bombastus von Hohenheim war der Ansicht, Salbei könne das „Übel von Krankheiten und Alter" vertreiben. Im Mittelalter war Salbei ein wesentlicher Bestandteil vieler Lebenselixiere. Er galt als Nerventonikum, der Geist und Gedächtnis stärkte.
Salbei wächst heute auch in unseren Kräutergärten. Er ist winterhart und wird bis zu 70 Zentimeter hoch. Verwendet werden die Blätter - das gilt sowohl für die Heilanwendung als auch für den Gebrauch als Küchenkraut. Mit Salbei gewürzte Speisen bekommen eine ganz spezielle, unnachahmliche Note. Heute ist es nachgewiesen: Salbei wirkt antibakteriell und zusammenziehend. Er heilt Entzündungen im Mund- und Halsbereich, lindert Husten, fördert die Sekretion und die Schweißbildung. Er wird heute deshalb hauptsächlich gegen Erkältungen, Entzündungen im Mund- und Rachenbereich, gegen übermäßiges Schwitzen und zur Wundbehandlung eingesetzt. Salbei hilft Frauen in den Wechseljahren, mit Hitzewallungen und Schweißausbrüchen fertig zu werden.
Morgen verrate ich Ihnen Rezepte zur Anwendung von Salbei.