Ruhelose Beine: Was Ihnen bringt der Besuch in einem Schlaflabor?
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 4. Mai 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Zu meinen Beitrag in der vergangenen Woche über das „Restless Legs Syndrome" (RLS) - die Ruhelosen Beine - hatten Sie noch eine Reihe von zusätzlichen Fragen. Die wichtigsten habe ich Ihnen hier zusammengefasst:
Da Schlaflosigkeit eines der Hauptsymptome des RLS ist, wird häufig zu einer Untersuchung im Schlaflabor geraten - und zwar dann wenn über die Diagnose noch Unklarheit besteht. Kinder werden allerdings grundsätzlich in ein Schlaflabor überwiesen, sofern bei ihnen derartige Symptome auftreten. Im Schlaflabor wird festgestellt, ob es sich um eine Schlafstörung aufgrund von RLS oder anderen Ursachen - wie etwa eine verdeckte Depression oder eine nächtliche Störung der Atmung - handelt. Meist müssen Sie für diese Untersuchung zwei Nächte „unter Aufsicht" schlafen, dazu werden Sie verkabelt, damit die Schlafforscher anhand der aufgezeichneten Daten der Ursache Ihres Leidens auf die Schliche kommen können. Diese Messgrößen sind unter anderem erforderlich:
- das Hirnstromkurvenbild (EEG)
- die Augenbewegungen (EOG)
- die Muskelaktivität (EMG)
- die Atmung
Aus den Messdaten können die Schlafmediziner auf die Ursachen der Schlaf- und Ruhelosigkeit schließen.
Man unterscheidet zwei Varianten des Leidens:
1. Bei der idiopathischen Form tritt die Krankheit ohne Auslöser auf. Diese ist in der Hälfte der Fälle genetisch bedingt, kommt also familiär gehäuft vor.
2. Bei der symptomatischen Form kann man bestimmte Ursachen festmachen. In vielen Fällen wird dabei ein Eisenmangel oder eine Niereninsuffizienz (Nierenschwäche) diagnostiziert. Andere Ursachen können Diabetes, chronische Polyarthritis, Polyneuropathie oder die Einnahme bestimmter Medikamente sein.
Auch während einer Schwangerschaft kann sich ein RLS entwickeln. Nach den Wechseljahren verstärken sich die Beschwerden häufig. Ein Zusammenhang mit den weiblichen Hormonen ist deshalb wahrscheinlich, aber derzeit wissenschaftlich noch nicht befriedigend nachgewiesen.
Welche Medikamente helfen beim RLS?
Diese vier Gruppen von Medikamenten kommen am häufigsten zum Einsatz:
- am häufigsten werden Levodopa-Präparate verordnet
- manchen Betroffenen helfen Dopaminagonisten
- manchmal werden Opiate nötig
- ganz selten kommen Antiepileptika zum Einsatz
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Margarete zirkwitz (04.05. 2010 11:59 Uhr):
Meine Schlafstörung besteht seit ca.30 Jahren nach einem stillen Schlag, der weder behandelt noch diagnostiziert wurde. Im Alter, 78, hat sie sich verstärkt beim Einschlafen, späte Müdigkeit, nach zwichenzeitl Aufwachen und Vielbeschäftigung
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