Rhabarber – natürlicher Verdauungsantrieb von der Stange
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 14. Mai 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Rhabarber hat jetzt Hochsaison. Er bringt viele positive Wirkungen für Ihre Gesundheit mit sich. In den alten Kulturen Asiens wurde Rhabarber als reinigende Pflanze hoch geschätzt. Man setzte ihn ein, um das Blut zu reinigen und Gifte aus dem Körper auszuleiten. Die im Rhabarber enthaltenen Anthrachinone regen den Verdauungsapparat an.
Menschen mit Nieren- oder Steinleiden sollten auf den Genuss der roten Stengel besser verzichten, denn der Gehalt an Oxalsäure kann ihnen zu schaffen machen. Allerdings sitzt die Oxalsäure, wie man heute weiß, vor allem in den Blättern. In der Medizin des Mittelalters wurde vor allem der geschälte und getrocknete Wurzelstock des medizinischen Rhabarbers (Rheum officinale) als Darmmittel eingesetzt. Als Gemüsepflanze wurde er erst im 18. Jahrhundert bei uns heimisch. Rhabarber enthält erfrischende Apfel- und Zitronensäure, viel Vitamin C und etliche Mineralstoffe. Er wirkt verdauungsfördernd. Rhabarber wird bei uns meist als Obst bezeichnet, ist aber gar keines. Er zählt nämlich botanisch zu den Gemüsesorten. Gegessen wird nur der mehr oder weniger rote Stengel. Erntezeit für den Rhabarber ist April bis Juli.