Rezeptfreie Unterstützung aus der Apotheke
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 25. April 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Heute werden Enzyme auch in Tablettenform in der Apotheke angeboten. Sie sollen dafür sorgen, dass größere Mengen der Wirkstoffe den Darm erreichen und dort in Blut- und Lymphbahn aufgenommen werden können. Sie sind durch eine spezielle Schicht geschützt, die sie vor dem „Zugriff" der Magensäure schützen soll. Sie werden bei einer Reihe von Erkrankungen als Zusatzbehandlung zur medizinischen Therapie empfohlen, wenn der Enzymbedarf des Körpers erhöht ist. Das geht von Rheuma über Virusinfektionen wie Herpes oder Gürtelrose bis hin zu Autoimmunerkranungen wie chronischer Arthritis oder Multipler Sklerose. Zum Einsatz kommen die Enzympräparate vor allem auch als Unterstützung bei der Chemotherapie oder der Strahlenbehandlung. Begleiterscheinungen wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Strahlenkater sollen dadurch verringert werden.
Bei Entzündungen - wie immer wiederkehrenden Blasenentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen oder hartnäckigen Hautentzündungen - wird der Einsatz der Enzyme gern empfohlen. Ein wichtiges Einsatzgebiet ist der Sport: Die Enzyme aus der Apotheke gelten als Geheimtipp bei Entzündungen im Muskel- und Gelenkbereich sowie bei Sportverletzungen allgemein.
Die Präparate sind aus natürlichen Bestandteilen hergestellt - etwa aus Extrakten von Ananas, Papaya, Kiwi oder tierischen Enzymen. Sie sind gut verträglich und fast nebenwirkungsfrei. Mögliche Begleiterscheinungen sind leichter Durchfall und Blähungen. Sie sollten die Enzympräparate deshalb immer außerhalb der Mahlzeiten zu sich nehmen, denn sonst helfen Ihnen die wirksamen Geister nur bei der Verdauung und die anderen positiven Wirkungen kommen zu kurz.