Reinigen Sie Ihre Ohren nur sanft und selten
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Naturheilkunde
vom 11. Juli 2008, 06:00 Uhr
GNL5223
Liebe Leserin,
lieber Leser,
wollen Sie Ihre Ohren reinigen, weil Sie das Gefühl haben, es sei zu viel Ohrenschmalz (Cerumen) darin, gehen Sie am besten so vor: Nehmen Sie einen mit lauwarmen Wasser durchfeuchteten Waschlappen ohne Seife und wischen Sie die Ohrmuschel vorsichtig aus. Danach ebenso sanft abtrocknen. Allzu häufig sollten Sie das nicht machen, denn dabei trocknet die Haut schnell aus und wird gereizt. Dadurch kann die Bildung von Ohrenschmalz angeregt werden, und Ihr Ohr beginnt zu jucken.
Wenn sich das Ohrenschmalz im Gehörgang verdichtet, kann es einen Pfropf bilden. Dieser kann dazu führen, dass Sie schlechter hören. Da sind viele dann leicht versucht, diesen irgendwie auf eigene Faust „herauszupopeln". Dazu müssen Gegenstände wie Haarnadeln, umgebogene Büroklammern oder Streichhölzer herhalten. Dass das falsch und gefährlich ist, brauche ich Ihnen nicht zu sagen. Selbst das Wattestäbchen hat dabei nichts verloren. Sie können sich damit den hinteren Gehörgang und ihr Trommelfell verletzen. Dann droht die Gefahr, dass Sie sich selbst irreparable Gehörschäden beibringen. Gute Ohrenstäbchen sind übrigens inzwischen so umkonzipiert worden, dass sie nur in der Ohrmuschel angewendet werden können.
Wie Sie einen hartnäckigen Pfropf beseitigen, lesen Sie im nächsten Beitrag.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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