Radeln mit Hund: Sechs Regeln, die Sie beachten sollten
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Sportmedizin
vom 8. Juli 2010, 05:00 Uhr
GNL5223
Fahrrad- und Hundefreunde haben meist viel Spaß daran, ihren vierbeinigen Liebling mit auf Tour zu nehmen. Tatsächlich profitieren auch die kleinen und großen Kerle davon. Sie sind echte „Sportler", die die ihnen zugedachte Rolle gern annehmen.
Beachten Sie dabei jedoch diese sechs Regeln:
1. Auch Ihr Hund muss seine Kondition erst einmal aufbauen - genauso wie Sie. Bauen Sie Ihr Fahrrad-Programm deshalb schrittweise auf, damit Ihr Hund an Fahrt gewinnen kann. Gehen Sie beide zunächst mit dem Fahrrad spazieren (das heißt Sie schieben Ihr Rad!), damit er sich daran gewöhnen kann. Bauen Sie dann sein Konditionsprogramm in verkehrsarmen Gelände langsam weiter auf.
2. Ihr Hund muss gehorsam sein und Ihrem Kommando folgen, wenn sie beide unterwegs sicher sein wollen. Er muss verlässlich „bei Fuss" laufen. Und das sowohl nach rechts als auch nach links, denn er soll sich auf dem Radweg immer auf der Seite befinden, die dem Straßenverkehr abgewandt ist.
3. Unbedingt beachten sollten Sie, dass Ihr Hund niemals - aber auch wirklich niemals! - an einer Leine laufen darf, die Sie sich um die Hand gewickelt oder am Lenker befestigt haben. Auch Rollleinen sind ungeeignet. Nehmen Sie stattdessen eine nicht zu lange Leine von etwa einem Meter, diese sollte keine Schlaufen und Ösen haben. Wollen Sie die Hände freihaben, können Sie einen Abstandshalter mit beweglicher Stahlfeder am Rad benutzen. An diesem wird dann die Leine befestigt.
4. Passen Sie Ihr Tempo immer dem Tier an, niemals umgekehrt. Generell kommt dem Hund das gleichmäßige Laufen am Rad seinem Naturell entgegen, weil er dann in einen kräfteschonenden und rhythmischen Wolfstrab fallen kann. Doch welches Tempo er dabei erreicht, hängt von seiner Rasse, seinem Temperament, seiner Größe, seinem Gewicht, seinem Körperbau und seiner Kondition ab. Beobachten Sie Ihren treuen Freund deshalb aufmerksam.
5. Ihr Hund sollte ausgewachsen sein, wenn Sie ihn mit auf Tour nehmen. Zu jungen Hunden drohen Gelenkschäden, denn sie sind körperlich noch nicht voll belastbar. Ein mittelgroßes Tier ist frühestens mit einem Jahr ausgewachsen, bei Riesenrassen sind es drei Jahre. Einen kleinen Hund müssen Sie trotzdem nicht zu Hause lassen: Er fühlt sich auch in einem gut gepolsterten Körbchen am Lenker wohl. Größere und vielleicht ältere hündische Zeitgenossen finden auf einem Fahrradhänger Platz.
6. Bei großer Hitze fahren Sie am besten nur morgens oder abends mit Ihrem Liebling raus. Das gilt auch für das Spazierengehen. Besonders Tiere mit langem oder dichtem Fell leiden bei warmen Wetter. Sie sind gerade in der Mittagshitze besonders anfällig für einen Hitzestau, der tödlich sein kann. Symptome für Überhitzung sind starkes Hecheln, Erbrechen, Taumeln, Durchfall, Krämpfe und Bewusstlosigkeit. Denken Sie bitte auch daran, unterwegs für Waldi oder Hasso etwas zu trinken dabei zu haben.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Thomas (08.07. 2010 14:34 Uhr):
Und bitte beachten Sie das der Hund beim zu Fuß gehen auf der linken, also der Herz Seite, gegen den Verkehr zu laufen hat und beim Rad fahren gehört der Hund nach rechts da Sie ja mit dem Verkehr fahren. So als Tipp um mit dem Gesetz keine Probleme zu bekommen. Sie als Hundehalter sind in der Pflicht immer den Hund gegen den Verkehr abzusichern
Antworten - Kommentar von heinz (08.07. 2010 15:20 Uhr):
seit über 35jahren habe und trainiere ich hunde,mit 6 monaten laufen am rad. 3-6 km täglich, natürlich im dem hund angepasstem tempo, nur trab. habe bis heute bei keinem gelenk oder herzprobleme gehabt.ich führe den hund entgegen ihrer empfehlung und der stvo stets links am rad.grund dafür ist;ein rechts geführter hund sprang mir von rechtsgegen das rad und ich stürzte auf einestark befahrene strasse.meine unversehrtheit verdanke ich einem reaktionsschnellen autofahrer.
Antworten- Antwort von Ilona (09.07. 2010 01:04 Uhr):
Lieber Herr Erb, ich lese nun schon seit mehr als einem Jahr Ihre Info-Meldungen. Normalerweise landen derartige Infos bei mir sofort im Papierkorb. Nicht so bei Ihren. Ich finde Ihre Nachrichten sehr informativ, sensibel und sehr menschlich. Ich meine Ihr wiederholtes Einbringen Ihrer eigenen Erfahrungen kombiniert mit Verständnis für die Schwächen Ihrer Mitmenschen. Nach so langer Zeit stellt sich für mich schon die Frage. Wie sieht Herr Erb aus? Nein, ist nicht wichtig....denn viel interessanter ist Herrn Erb, wenn er wirklich der Autor der Messages ist, in seinen Mitteilungen zu erleben und ihn zwischen seinen Zeilen kennenzuleren. Danke Hug Beijiho Abraco From Lisbon Ilona
- Antwort von Ilona (09.07. 2010 01:04 Uhr):
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