Putzen macht glücklich - und senkt das Stressrisiko
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 14. April 2008, 16:00 Uhr
GNL5356
Hand aufs Herz: Kommen Sie bei der Hausarbeit, beim Staubwischen, Fegen oder Putzen, so richtig ins Schwitzen? Ja? Dann möchte ich Ihnen gratulieren. Denn so rücken Sie nicht nur dem Staub und Dreck zu Leibe. Sie vertreiben auch Stress, trübe Gedanken und Depressionen.
Nun gehört Putzen ja eigentlich nicht zu den Beschäftigungen, bei denen man normalerweise an ein Glücksgefühl denkt. Aber wenn Sie sich beim Fensterputzen oder beim Wischen der Küchenfliesen so richtig verausgaben, können Sie Ihre Stimmung deutlich verbessern.
Ähnlich wie beim Sport werden dann Glückshormone ausgeschüttet, die Sie fröhlich machen. Hinzu kommt, das haben Wissenschaftler des University College in London entdeckt, ein geringeres Stressrisiko. Die Forscher befragten 20.000 Erwachsene nach ihren Beschäftigungen, denen sie in der Woche nachgingen. Das Ergebnis: Aktive Menschen hatten ein geringeres Risiko für Stress und Angsterkrankungen. Sport senkt das Risiko um 33 %. 20 Minuten Hausarbeit, die Sie ins Schwitzen bringt, schafft eine Risikosenkung um 20 %. Also: Ran an die Putzlappen - und losgewischt, Ihrer Gesundheit zuliebe!