Pushen Sie jetzt Ihre hauseigene Spezialeinheit „Hautschutz“
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 14. Oktober 2008, 05:00 Uhr
GNL5356
In Herbst und Winter ist die Haut von Haus aus trockener, weil sie ihre Talgbildung drosselt. Die Heizungsluft trocknet sie noch weiter aus. Ist sie trocken, ist die Haut viel anfälliger für alle anderen schädlichen Einflüsse. Umweltschmutz und Chemikalien setzen ihr jetzt stärker zu und schädigen sie. Rötungen, Pickel und Falten sind die Folge. Was ebenfalls eine gute Angriffsfläche bietet: zu viel Reinigen und Schrubben. Denn dadurch wird der Säureschutzmantel zerstört. Häufen sich solche Pannen, ist die Haut nur noch damit beschäftigt, sie wieder zu beheben. Sie kommt mit dem Zellnachschub ins Schleudern, gibt falsche Informationen weiter und lässt Störenfriede wie die freien Radikale ungehindert ihr zerstörerisches Werk tun. Die Haut macht vorzeitig schlapp.
Zusätzlich zu den Schäden, die der Haut von außen zugefügt werden, kommt es natürlich auch noch zum normalen Alterungsprozess: Die Leistungs- und Reparaturfähigkeit der Haut nimmt ab. Die Zellteilung verlangsamt sich, der Zellnachschub wird weniger. Die Haut verliert an Elastizität und wird dünner. Kollagen und Kittsubstanzen werden weniger. Das Abstoßen von abgestorbenen Zellen verlangsamt sich. Die Haut kann weniger Feuchtigkeit binden und bildet zudem selbst weniger Fett. Die Haut wird trockener, bekommt Fältchen. Auch das Bindegewebe wird schwächer.
In der Übergangszeit und im Winter ist vor allem reifere Haut oft matt und spannt leicht. Manchmal sieht sie etwas schuppig aus. Da die Poren - vor allem bei trockener Haut - sehr wenig Fett bilden, besitzt die Haut keine ausreichende Schutzschicht gegen Kälte und Wind. Das verschärft sich mit dem Alter und mit den „Sünden" wie Rauchen etwa natürlich noch. Fältchen werden rascher sichtbar. Was Ihrer Haut gut bekommt und ein angenehmes Gefühl hinterlässt, müssen Sie am besten ausprobieren. Es muss die richtige Mischung vom Fett und Feuchtigkeit sein. Spannt Ihre Haut nach kurzer Zeit schon wieder, ist die Pflege falsch. Dann bekommt Ihre Haut - je nach Hauttyp - entweder zu wenig Fett, zu wenig Feuchtigkeit oder beides. Haben Sie eine gute Serie gefunden, bleiben Sie dabei. Denn die Haut reagiert oft sauer auf einen Wechsel. Auch das häufige Ausprobieren von Proben stört sie sehr.
Was Ihre Pflege in der kalten Jahreszeit auf alle Fälle braucht sind eine Menge Feuchtigkeitsbinder. Gut sind Präparate mit natürlichen Ölen - wie Mandel-, Weizenkeim- oder Jojobaöl und starken Wasserbindern. Das schützt die Haut. Denn wird sie trocken und spröde, reißt sie leicht ein. Durch die winzigen Öffnungen können Bakterien und Co. ungehindert eindringen. Entgiftungssystem und Abwehr laufen nun auf Hochtouren, die Haut rötet sich und kann sich entzünden. Zusätzlich wird sie noch von den freien Radikalen gequält. Duftstoffe, Emulgatoren und Konservierungsmittel gehören zu den größten Hautreizern. Versuchen Sie lieber allergiegetestete Präparate zu finden. Extrakte aus Algen, Korallen oder Plankton können sensible Haut stabilisieren.
Der beste und einfachste Trick, der Haut im Gesicht und am ganzen Körper auf gesunde Sprünge zu helfen, sind Wechselduschen am Morgen (mit kalt aufhören). Durch den Wechsel von warm und kalt, wird die Haut besser durchblutet und widerstandsfähige. Das gleiche gilt für sportliche Betätigung.