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Schluss mit dem Chaos im Kopf! So stoppen Sie Ihr Gedankenkarussell

Es gibt in Ihrem Alltag immer wieder Situationen, mit denen Sie nicht rechnen, vielleicht auch nicht rechnen können. So genannte Schicksalsschläge, aber auch unerwartete positive Geschehnisse bringen alle Ihre Pläne durcheinander. Die Folge: In Ihrem Kopf rotieren die Gedanken. Was müssen Sie nun tun? Was ist wichtig? Teilweise werden Sie von diesen Gedanken regelrecht gelähmt und sind dann fast handlungs­unfähig. Wie Sie den Überblick behalten und in Ruhe alles Wichtige klären und abarbeiten, lesen Sie in diesem Beitrag.

Gestresste Frau mit vielen Pfeilen um den Kopf© drubig-photo - Fotolia
Eigentlich haben Sie Ihre Arbeit und Ihren Alltag gut im Griff. Es gibt bei Ihnen eingespielte Abläufe, die funktionieren und dank derer Sie genau wissen, was wann zu tun ist. Doch plötzlich erhalten Sie mehr Aufgaben dazu – und genau die Strategien, die Ihnen immer geholfen haben, können Sie nun nicht mehr anwenden. Oder aber ein einziges Ereignis wirft Sie emotional aus der Bahn: zum Beispiel ein naher Angehöriger, der ins Krankenhaus muss.

Ein einziges Ereignis lässt Ihre Gedanken kreisen

Die Folge: Siedend heiß fällt Ihnen nun all das ein, was zusätzlich erledigt werden muss. Außerdem werden Sie von quälenden Fragen heimgesucht: Was bedeutet das für mich, was für die Zukunft? Die Aufgaben, die vor Ihnen liegen, werden immer mehr, Sie haben das Gefühl, vor einem unüberwindbaren Berg von Arbeit zu stehen. Das raubt Ihnen den Mut – und Sie sind nicht mehr in der Lage, klar zu denken. Stattdessen kreisen Ihre Gedanken nur noch darum, was nun werden wird und wie Sie das alles schaffen sollen.

So stoppen Sie Ihr Gedankenkarussell

Wichtig ist jetzt erst einmal, dass Sie das Gedankenkarussell in Ihrem Kopf stoppen. Denn so können Sie nicht weiterarbeiten: Sie werden keine Lösung finden. Wenn Ihnen alles zu viel wird, sind Sie nicht mehr in der Lage abzuschätzen, welche Ziele wichtig sind und welche Aufgaben Sie zuerst erledigen sollten. Diese Situation müssen Sie ändern – und das können Sie auch.

Mit diesen Strategien können Sie wieder effektiv tätig werden

  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Situation. Egal, was Sie in Stress versetzt und Ihre Gedanken kreisen lässt – sei es der Krankenhausaufenthalt eines nahen Angehörigen oder ein plötzlicher Großauftrag eines Kunden: Schuld daran ist in den meisten Fällen, dass Sie nicht genau wissen, was auf Sie zukommt. Dieses Problem können Sie aber in der Regel recht schnell lösen. Häufig reicht ein einziger Anruf aus, um zu erfahren, was passiert ist und welche Aufgaben anstehen.
  • Erstellen Sie eine kurzfristige Aufgabenliste. Notieren Sie auf dieser Liste die wichtigsten Aufgaben für Sie, die sich aus diesem Anruf ergeben haben und die Sie sofort angehen sollten. Entscheidend ist, dass Sie nur die Tätigkeiten notieren, die heute unbedingt noch erledigt werden müssen, und nur so viel notieren, wie Sie bis zum Ende des Tages schaffen können. Planen Sie dabei aber realistisch die Zeit ein, die Sie wirklich brauchen werden.
  • Erstellen Sie eine langfristige Aufgabenliste. Es gibt viele Arbeiten, die nun auf Sie zukommen, die aber erst in den nächsten Tagen erledigt werden müssen. Damit Sie die nicht aus den Augen verlieren und so erneut in Stress geraten, sollten Sie diese auf einer zweiten Liste notieren. So behalten Sie den Überblick, was alles in Zukunft auf Sie zukommt.
  • Suchen Sie sich Hilfe. Gerade in Ausnahmesituationen brauchen Sie häufig Hilfe. Schauen Sie sich Ihre beiden Listen genau an, und fragen Sie sich, wer in der Lage ist, Sie zu unterstützen. Welche Aufgaben können Sie ohne Weiteres abgeben? Was kann Ihnen der Kollege abnehmen, welche Tätigkeiten können (im privaten Bereich) Ihre Kinder oder Geschwister übernehmen? Je mehr Aufgaben Sie finden, bei denen Sie jemand entlasten kann, umso besser ist das für Sie.
  • Eine einfache Frage gibt Ihnen Ihr weiteres Vorgehen vor. Fragen Sie sich, nachdem Sie die ­Listen erstellt und einige Aufgaben abgegeben haben: Was ist nun am dringendsten zu erledigen? Es gibt immer etwas, das besonders wichtig ist und keinerlei Aufschub duldet. Fangen Sie mit dieser Aufgabe an. Schieben Sie alle anderen Arbeiten zur Seite, und verschwenden Sie daran keinen Gedanken mehr. Erst wenn Sie diese Aufgabe abgeschlossen haben, widmen Sie sich der nächsten, die Sie auf Ihrem Zettel notiert haben.

So gehört Hektik der Vergangenheit an

Der Vorteil dieser Vorgehensweise: Sie werden aktiv, aber ohne in panische Hektik zu verfallen, die Sie nicht weiterbringt. Stattdessen sind Sie in der Lage, sich zu konzentrieren und gezielt zu arbeiten. Sie erledigen einen Schritt nach dem anderen und vermeiden so Wichtiges zu vergessen.

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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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