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Modehormon Melatonin: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung

Über Sinn und Unsinn der Einnahme von künstlichem Melatonin wird heftig gestritten. Wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass Melatonin – von außen zugeführt – das Einschlafen erleichtert, die Schlafdauer verlängert, die Schlaftiefe zunehmen lässt und dazu führt, dass der Schlaf insgesamt als besser empfunden wird. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schlafmitteln wird der Traumschlaf nicht beeinträchtigt und keine Abhängigkeit hervorgerufen. Doch die Frage, ob und wann die Gabe eines Melatonin-Präparates befürwortet werden kann, ist noch nicht abschließend beantwortet. Außerdem sind die Nebenwirkungen noh nicht hinreichend untersucht.

In Deutschland erübrigt sich diese Frage zudem, denn Melatonin ist hierzulande als Medikament nicht zugelassen. Es besteht nicht einmal eine so genannte Verkehrsfähigkeit. Bislang hat keine Pharmafirma eine Zulassung beantragt. Die  Arznei ist vor allem wegen ihres Risikopotentials umstritten. Die Einnahme von Melatonin kann zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Albträumen führen. Negative Effekte in der Schwangerschaft und auf die Fruchtbarkeit werden ebenfalls vermutet. Die Auswirkungen bei Langzeiteinnahme sind noch völlig unbekannt.

Morgen berichte ich Ihnen mehr über dieses Wunderhormon aus Ihren natürlichen Quellen.

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Alte Kommentare
  • Fritz Ulrich Hein schrieb am30.03.2011, 09:53 Uhr

    Es gibt keine Nebenwirkungen! Bei keinem Medikament! Je stärker ein Medikament, je mehr Wirkungen auf Leber, Niere oder Magen-Darm-Trakt. Zu unterscheiden ist immer zwischen positiven und negativen Wirkungen. Also heilenden und gleichzeitig schädigenden Wirkungen.

  • Maxi Maus schrieb am30.03.2011, 12:37 Uhr

    Es heißt immer noch Alptraum! Mit hartem P! Kommt vom Alp, der auf die Brust drückt.

    • Strecker antwortete am16.02.2012, 11:50 Uhr

      Maxi Maus, Ihr Kommentar ist falsch. Beide Schreibweisen sind möglich. "Alb" : mythisches Wesen zwischen Menschen, Göttern und Zwergen...

  • Heidi Bettels schrieb am30.03.2011, 12:45 Uhr

    Sehr geehrte Frau Schneider, Melatonin ist inzwischen in der BRD zugelassen unter dem Namen Circadin ;-für Leute über 55. MfG Heidi Bettels

  • Erich Gerlacher schrieb am30.03.2011, 17:25 Uhr

    Seit meinem 1.Herzinfarkt (1987) brauche ich Schlaftabletten. Es kam so weit, daß ich bis 3 Uhr nachts wach blieb. Vor ca. 5 Jahren hörte ich von Melatonin. Ich erhielt es auf Umwege und nehme es vor jedem Schafen gehen ein. Innerhalb 5 Minuten bin ich in einem guten Schlaf bis morgens 7 Uhr. Laut Unterlagen bestehen keine Nebenwirkungen. Ich stimme dem zu und bin froh nachts endlich ein- und durchschlafen zu können.

  • Bernd Michael schrieb am30.03.2011, 19:28 Uhr

    Hallo Frau Schneider, vorab: Ich, - 57 Jahre, nehme seit Januar 2009 regelmäßig abends 3 mg synthetisches Melatonin. Die von Ihnen beschriebenen positiven Effekte kann ich voll bestätigen. Ihre Gegenargumente sind für mich jedoch Scheinargumente. Erstens gibt es in den USA auch Langzeitstudien, die bei sachgemäßer Anwendung und richtiger Dosierung kaum Nebenwirkungen zeigen. Ich selbst habe in den zwei Jahren noch keine Nebenwirkungen erlebt. Zweitens wird es in Deutschland nie eine Zulassung als Medikament geben, da Melatonin als natürliche Substanz nicht patentfähig ist und dadurch kein großes Geld verdient werden kann. Drittens ist es inzwischen nachgewiesen, dass gerade in zunehmendem Alter die Melatoninproduktion der Zirbeldrüse nachlässt. Das kann auch zu Schlafstörungen führen. Viertens werden in Deutschland jährlich Tonnen an Schlafmedikamenten verschrieben und verkauft, die zum Teil erhebliche Nebenwirkungen haben und abhängig machen. Melatonin wäre in den meisten Fällen die wesentlich bessere Alternative. Eine Frage abschließend: Warum gibt es bei solchen Naturstoffen kein staatlich finanziertes Zulassungsverfahren im Interesse der unzähligen Patienten? Bernd Michael

  • spontifax schrieb am28.07.2012, 21:35 Uhr

    Nehme M.-3mg seit einigen Monaten täglich gg. Einschlafstörungen. Hilft mir fast regelmäßig . Meine Schlafdauer erhöht sich nicht wesentlich, aber 4-5 Std. müssen reichen. Nebenwirkungen habe ich (noch) nicht bemerkt.

    • Ina Liehm antwortete am26.11.2012, 12:53 Uhr

      Hallo, ich leide unter Schlafstörungen,habe jetzt Malatonin verschrieben bekommen. Es gibt aber leider keinen deutschen Hersteller. Von welcher Firma und Apotheke beziehen Sie Melatonin?Gruß Ina

  • chrissi schrieb am09.08.2012, 14:53 Uhr

    Bin Kanadierin und habe mir Melatonin in den vergangenen Jahren von dort von Besuchen mitgebracht, da es noch nicht im Handel war in Deutschland. Reise beruflich viel (Jet Lag) und der Stress stört oft das Einschlafen. In den letzten 14 Tagen habe ich täglich abends 1 kleine Lutschpille Melatonin genommen. Anfangs super gut ein- und durchgeschlafen. Nach ca. 10 Tagen wurde ich mehrfach nachts wach (ungewöhnlich für mich) und die letzten 3 Nächte hatte ich zusätzlich noch echte Alpträume (so etwas kenne ich überhaupt nicht). Bei mir scheinen also leider Nebenwirkungen stattzufinden und ich werde von regelmäßiger Anwendung echt Abstand nehmen müssen. Nur noch bei Fernreisen, da passt es dann hoffentlich wieder.

  • Johann Niedermayer schrieb am11.07.2013, 18:39 Uhr

    Zu sagen, keine Wirkung ohne Nebenwirkung, ist das nicht eine verallgemeinernde Logik? Könnte es denn nicht sein, dass es sich beim Melatonin ähnlich verhält wie beim Vitamin D, das ja auch ein Hormon ist und kein Vitamin?