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Gewinnen Sie Sympathie! Mit diesen 9 Tipps gelingen Ihnen angenehme und gute Gespräche

Viele Menschen tun sich schwer mit so genanntem Small Talk. Dieser ist aber wichtig: Er sorgt für Verbindungen und Sympathie. Doch wie schaffen Sie es, wirklich ins Gespräch zu kommen und dieses Gespräch am Leben zu erhalten sowie interessant zu gestalten? Ich gebe Ihnen neun Tip

Gespräch© diego cervo - Fotolia
ps, mit denen Sie Ihrem Gegenüber Interesse signalisieren und gute Unterhaltungen führen können.

Auf Small Talk wird viel Wert gelegt – und oft ist das kleine Gespräch am Rande mehr als ein Lückenfüller. In vielen Fällen entwickelt sich mehr daraus, häufig sogar eine wertvolle Bekanntschaft. Nun gibt es Menschen, denen fällt eine solche Unterhaltung auch mit Unbekannten sehr leicht. Andere dagegen tun sich schwer, bei ihnen reißt der Gesprächsfaden schnell und ist nicht wieder zu knoten. Dabei ist es gar nicht so schwer, ein Gespräch aufrechtzuerhalten und zu vertiefen.

9 Tipps für gute Gespräche

1. Nutzen Sie eine Frage als Türöffner. Um mit Ihrem Gegenüber ins Gespräch zu kommen, gibt es eine sehr wirkungsvolle Gesprächstechnik: die Frage. Damit werfen Sie den „Gesprächsball“ in die Luft. Nehmen wir einmal an, Sie haben es mit einem höflichen Menschen zu tun – dann wird er ihn aufgreifen und Ihnen auf Ihre Frage antworten. Diese Antwort macht Sie vielleicht neugierig auf mehr, und Sie stellen weitere Fragen. Oder Ihr Gegenüber nutzt Ihre Gesprächsaufforderung zur Gelegenheit, um zu seinem Lieblingsthema überzuleiten. In beiden Fällen haben Sie erfolgreich den Anstoß für ein weiterführendes Gespräch gegeben.Andere Themen, die Ihnen einen mühelosen Einstieg ins Gespräch verschaffen, sind zum Beispiel:

  • aktuelle Nachrichten
  • Filme oder Bücher
  • die Umgebung (zum Beispiel bei einer Feier),
  • die Einrichtung (in einer anderen Wohnung).

Sie sehen: Ein Startthema finden Sie leicht, wenn Sie sich nur umschauen. Sie können das, was Sie erblicken, für einen Einstieg ins Gespräch nutzen. Wichtig ist nur, dass Sie nicht zu lange bei diesem Thema verharren – oder wollen Sie sich zehn Minuten lang über das Wetter unterhalten?

2. Widmen Sie Ihrem Gegen­über Zeit. „Zeit ist Geld“ – das gilt heute mehr denn je. Wir alle stehen unter Stress, halten Gespräche oft so kurz wie möglich. Wenn Sie Ihrem Gesprächspartner Zeit schenken, dann widmen Sie ihm etwas Kostbares. Sie zeigen, wie wichtiger er Ihnen ist. Zudem können so wirklich interessante Gespräche entstehen – die führen Sie nämlich nicht in wenigen Minuten.

3. Lächeln Sie. Ein Lächeln sorgt für ein herzliches Gefühl bei Ihrem Gesprächspartner. Er fühlt sich willkommen – im Gegensatz dazu kann ein muffeliger Gesichtsausdruck dazu führen, dass Ihr Gegenüber sich von vornherein abgelehnt fühlt. Achten Sie aber darauf, dass Sie herzlich lächeln und nicht etwa grinsen. Denn ein Grinsen wirkt unecht oder wie eine Grimasse und sorgt nicht für eine angenehme Atmosphäre.

4. Schenken Sie Aufmerksamkeit. Wenn Sie sich mit einem anderen Menschen unterhalten, dann unterhalten Sie sich mit ihm. Ausschließlich! Schauen Sie ihn an, wenden Sie sich ihm mit dem ganzen Körper zu. Tun Sie nichts nebenbei. Es gibt nichts Respektloseres als die heute auch unter älteren Menschen verbreitete Unsitte, während des Gesprächs am Handy herumzuspielen. Und andere „Nebentätigkeiten“ führen ebenfalls nicht dazu, dass Ihr Gegenüber positiv auf Sie reagiert.

5. Stellen Sie Fragen. Wenn Sie in einem Gespräch immer einmal wieder nachfragen, zeigen Sie Interesse an den Dingen, die Ihr Gegenüber gerade gesagt hat. Er merkt, dass Sie zuhören, wenn sich Ihre Fragen direkt an seinen Äußerungen orientieren. Zudem geben Sie ihm so die Gelegenheit, dass er seine Gedanken genauer ausformulieren kann. Fragen bergen auch die Chance für ihn, sich gewisse Dinge von der Seele zu reden – wenn er es denn möchte. Sollten Sie aber merken, dass Ihr Gegenüber bei bestimmten Fragen „mauert“, sollten Sie es dabei belassen und nicht noch weiter nachbohren.

6. Vermeiden Sie Unterbrechungen. Gerade am Gesprächsanfang ist es wichtig, dass Sie Ihr Gegenüber das Tempo des ­Gesprächs vorgeben lassen. Sehen Sie darüber hinweg, wenn der ­Gesprächseinstieg länger dauert, als Sie eigentlich dachten. So erfahren Sie aber auf jeden Fall viel von Interesse und der Sichtweise Ihres Gegen­übers. Das gibt Ihnen einen Anhaltspunkt, wie Sie das Gespräch im Verlauf aufbauen sollten. Auch im weiteren Gespräch gilt, dass Unterbrechen tabu ist. Lassen Sie Ihr Gegenüber ausreden, und kommen Sie zur Not noch einmal auf bereits vor einiger Zeit Gesagtes zurück, wenn Sie noch Anmerkungen haben. Unterbrechungen signalisieren immer Desinteresse, Eile und Respektlosigkeit.

7. Nutzen Sie Kontaktaussagen. Unter so genannten Kontakt­aussagen versteht man kleine Wörter, die Ihrem Gegenüber signalisieren, dass Sie seinem Gespräch folgen und Interesse daran haben. Hierzu gehören Aussagen wie „ja“, „hm“, „interessant“ oder „erzählen Sie doch weiter“. Zudem zeigen Sie dadurch Ihr Interesse eher als durch lange Erklärungen oder eigene Beispiele, die schnell belehrend und altklug wirken können. Dennoch sollten Sie bei der Sache bleiben. Kontaktaussagen sind keine Alibi-Aussagen. Hören Sie nicht wirklich zu, kann es peinlich für Sie werden.

8. Nutzen Sie das aktive Zu­hören. Haben Sie Ihr Gegenüber richtig verstanden? Schnell kann es zu Missverständnissen kommen. Haben Sie diese Befürchtung, wiederholen Sie noch einmal das von ihm Gesagte, z. B. mit „Habe ich Sie richtig verstanden, dass …“. Dadurch zeigen Sie, dass Sie wirklich zuhören und außerdem fühlt sich Ihr Gegenüber bestätigt.

9. Sorgen Sie für emotionale Übereinstimmungen. Sprechen Sie Ihren Gesprächspartner auf seine Gefühle an, so wie Sie sie gerade erleben. Sagen Sie zum Beispiel: „Das scheint Sie im Moment tatsächlich sehr zu belasten“ oder „Sie sind richtig fröhlich, das steckt wirklich an“. Sie vermitteln so, dass Sie die Gefühle Ihres Gesprächs­partners wahrnehmen und mit ihnen übereinstimmen. Das sorgt wiederum für ein positives Verhältnis zwischen ihnen. Übrigens: Wenn Sie Ihrem Gegenüber so Verständnis entgegenbringen, können Sie auch dafür sorgen, dass sich die Situation in einer Auseinandersetzung schnell wieder beruhigt.

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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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