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Freundschaft braucht Pflege

„Eine Familie hat man, Freunde kann man sich aussuchen“, heißt es in der Umgangssprache. Doch der Volksmund weiß ebenfalls: „Blut ist dicker als Wasser“. Die Identität eines Menschen ist untrennbar mit seinen familiären Wurzeln verbunden. Aber Freundschaften und Familie schließen einander ja auch nicht aus, warum sollte also das eine das andere ersetzen?

Doch wird der Freundeskreis in der Zukunft noch wichtiger werden, als er das schon zuvor war: Die Familien werden immer kleiner und ihre Mitglieder leben oft in alle Winde verstreut. Immer mehr Menschen leben allein, immer mehr  tun dies nicht freiwillig – insbesondere, wenn sie älter werden. Die Zahl der Single-Haushalte steigt. Darin leben zunehmend Menschen, die nicht mehr zu den ganz jungen gehören. Meist sind es jene, die ihren Partner verloren haben – sei es durch Trennung, Scheidung oder Tod. Manche sind auf der Suche nach einem neuen Partner – immer häufiger auch im Internet. Andere sind sich ziemlich sicher, dass sie ihr Leben wahrscheinlich nicht mehr mit jemand anderes teilen werden. Passende Partner sind von einem gewissen Alter an Mangelware. Da sind gute Freunde ganz besonders wertvoll.

Gerade Alleinlebende profitieren von einem intakten Freundeskreis. Eine Zeit lang wurde suggeriert, das Single-Dasein sei ein erstrebenswerter Zustand, weil von größtmöglicher Unabhängigkeit und Unverbindlichkeit geprägt. Doch in aktuellen Befragungen wird immer deutlicher, dass kaum jemand es am Ende wirklich als beglückend empfindet, allein zu leben. Diese Freiheit ist nicht wirklich eine. Umso wichtiger wird das soziale Netz, das sie auffängt, wenn sie durchhängen, sie sich schlecht fühlen oder tatkräftige Unterstützung brauchen.

Doch stärker als Sie denken, funktioniert diese Wahlverwandtschaft nur, wenn das Verhältnis von Geben und Nehmen ausgewogen „gefühlt“ wird. Forscher kamen jetzt zu der verblüffenden Erkenntnis: Erwarten Sie nicht allzu viel von Ihren Freundinnen und Freunden, nehmen Sie erst einmal Ihre eigene Freundschaftsfähigkeit unter die Lupe. Nur was Sie selbst zu geben bereit sind, dürfen Sie auch von anderen erwarten. Und so stellt sich immer auch die Frage: Wer ist es wert, von Ihnen Freund genannt zu werden?

Je älter Sie werden, umso wählerischer sind Sie mit Ihren Freunden

Wahre Freundschaft zeigt sich vor allem in Notsituationen. Oft sind die vermeintlichen Freunde verschwunden, wenn es ernst wird – etwa in Krisen um den Arbeitsplatz, bei finanziellen Engpässen, bei längerer Krankheit oder wenn ein Tod ins Haus steht. Viele Freunde entpuppen sich da schnell als lediglich lockere „Lebensabschnittsbegleiter“. Von einem echten Freund erwarten Sie, dass er Sie in allen Lebenslagen selbstlos begleitet. So wie die Freundin unserer Leserin Margaret, die deren Kinder bei sich aufnahm, als Margaret sich wegen einer Krebserkrankung einer langwierigen Chemotherapie unterziehen musste. „Ohne meine Freundin hätte ich das nie überstanden. So schlecht es mir auch ging, ich wusste immer, meine Kids sind bei ihr gut aufgehoben.“ Befreundet sind sie allerdings auch schon seit 34 Jahren, seit sie gemeinsam die Schulbank drückten.

Je älter Sie werden, umso freundschaftsfähiger werden Sie. Zwar sind Sie dann „Fast-Food-Freundschaften“ nicht mehr zugeneigt, sortieren die Spreu vom Weizen, doch was dann übrig bleibt, ist wunderbar und bereichernd, sollte gehegt und gepflegt werden. Die meisten Menschen haben am Ende nur eine Hand voll wirklich guter Freunde, was aber durchaus ausreicht. Da die Menschen heute allgemein flexibler geworden sind, gelingt es, auch noch spätere Freundschaften zu finden.

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Alte Kommentare
  • gut schrieb am 24.02.2012, 09:25 Uhr

    Sicherlich unter allen Zielen, die man sich privat stecken sollte, das Ideal. Jedoch nicht immer läßt sich dieses verwirklichen so dass die Lücke ausgeglichen werden muss. Mit der Vorstellung darunter zu leiden wie ein starker Raucher mag angehen, wenn der innere Ausgleich für Körper, Geist und Seee fehlt, ich habe gute Erfahrungen mit einem mich alles erfüllenden Hobby (Indoor Cycling) gemacht und arbeite auch beruflich jetzt damit, innerer Frieden durch Musik, Bewegung, Trainingsprogramme, Weiterbildung und beruflich einen netten Umgang mit seinen Kunden und Mitmenschen führen, sich den Glauben auf einer realen Basis erhalten und Tiere, Natur wertschätzen, all das hilft. Es ist besser als das Risiko eingehen, sich in eine neue Partnerschaft zu stürzen und sich z.B. mit Aids u.a. Krankheiten anzustecken denn das Idealbild heute ist ja nicht mehr die graue oder solide Maus, die Häuslichkeit, Kochen und gemütlich zu Hause mal ausruhen, nettes Essen zu Hause zaubern mit allen Gängen, die meisten wollen Spass, Abwechslung, den besonderen Kick, den Seitensprung und wenn man den neuen Partner nicht in einem bewährten Umfeld kennengelernt hat oder noch aus der Schulzeit oder durch Nachbarschaft kennt glaubt man an eine Beziehung und wird doch hintergangen und merkt es erst, wenn es zu spät ist. Idealvorstellungen verstärken nur den Frust und den Streß, der durch das Alleinsein ausgelöst wird. Es ist alles eine Kopfsache wie man damit umgeht. Früher hat man so einiges mit 1 - 2 Packungen Penicellin wegbekommen (manchmal merkt man nur daran, dass der Partner fremd gegangen war), heute ist Aids so weit verbreitet dass man lieber alleine ist wenn sich kein verlässlicher Partner finden läßt, nichts funktioniert mit Gewalt und nichts läßt sich erzwingen. Hobbies wie Malerei, Musik, Sport, Joga, autogenes Training, Tiere, Natur, Theater, Kultur und Geschichte helfen und man kommt unter Menschen. Falsche Freunde und falsche Partner sind schnell zu finden, sich ein gutes Umfeld schaffen ist ein besserer Anfang und unter Gleichgesinnte kommen. Wenn gewisse Dinge sich nicht realisieren lassen dann hat man andere Aufgaben im Leben und der Stress ist weg.

  • Evelin Hausmann schrieb am 24.02.2012, 13:48 Uhr

    Der Verfasserin dieses Artikels meinen wärmsten Dank, ja eine Freundschaft kann man einer Ehe gleichsetzen, die sich außerhalb der Ehe befindet, sie sollte genauso ernst genommen werden und auch genauso mit Liebe und Toleranz gepflegt werden, sie sollte selbstlos und in liebevoller Weise von beiden Seiten gehandhabt werden. Man solle füreinander da sein wenn es brennt aber nicht nur dann sondern Freundschaft bedeutet auch sich gegenseitig den Spiegel der Wahrheit zeigen zu dürfen ohne dass Disharmonie das Ergebnis ist sondern eher stilles Zuhören, abwägen und die Erkenntnisse so man sie wirklich für sich anwenden kann überprüfen. Deshalb ist auch ein absolutes gutes Kennen der beiden Freunde wichtig und eine Einfühlsamkeit, ein Zuhören können und ein Spüren, was der Andere jetzt gerade braucht, was wirklich gut und heilsam für ihn ist. Man sollte dem Freund oder der Freundin auch signalisieren, Du musst mir jetzt nicht alles erzählen, ich kann verstehen wenn Du erst einmal nur im Schweigen und in dem Wissen dass ich für dich dabin, dass du nicht allein bist und wenn Du reden magst, dann kann ich dir zuhören. Absolutes Vertrauen sollte Selbstverständlichkeit vorausgehen und dass man nicht mit Außenstehenden Menschen darüber spricht, die es nichts angeht. Dem Freund rund um Die Uhr zu jeder Zeit wenn man da ist zur Seite stehen, da darf man schon einmal den eigenen Terminkalender umgestalten um zu helfen, es gibt immer eine Lösung wenn man von Herzen dazu bereit ist zu helfen, auch nicht bohren mit peinlichen Fragen, nein und zunächst einmal glauben was der Freund offenbart, auch wenn sich Manches zunächst total absdrus anhöen mag, da fängt der Freundschaft frommer Glaube an, wenn du des Freundes Herz nicht mehr begreifen kannst. Fragen nur ganz behutsam stellen, immer in sich hineinspüren, was jetzt das Richtige für den Freund ist. Nicht kopflos Handlungen hastig und überstürzt tätigen. Immer in der eigenen Mitte bleiben und aus der Ruhe heraus tätig werden. Schnellschüsse sind oft irrational und unangebracht. Denn manchmal hat man sich unnötig verrückt gemacht und hinter unserem Rücken hat sich längst schon alles geklärt. Ist es jedoch eine offensichtlich schlimme Situation so nimmt man die geistig erst gar nicht an, gibt sie ab an unseren Herrgott und Schöpfer, der den großen alleinigen Überblick in allem hat, und bittet Ihn um Hilfe für den Freund und um die richtigen klaren und hilfreichen Gedanken und den Schutz des Freundes vor allen Störenfrieden, die ihm zu schaffen machen wollten. Dann kann man erst einmal sich zurücklehnen und die göttliche, überall vorhandene Universale Lebenskraft gemeinsam oder auch allein aufzunehmen. Immer ganz in der Ruhe bleiben. Ist jedoch Eile geboten, so bittet man dass Gott dabei sein möge und uns die Kraft und richtigen Gedanken für weise und hilfreiche Entscheidungen und angemessene Handlungen gibt. Vertrauen Sie beide in ihrer Freundschaft, dass Gott mit ihnen ist und sie schützt, führt und in der Ruhe handeln lässt. Werfen Sie alles auf IHN und vertrauen Sie IHM, dass Er Ihnen auch immer die nötige Hilfe und die nötige Kraft und den Überblick und den Weg zeigt, dann werden Sie kennenlernen. Wer Gott ist, wie Gott ist und was wir ohne IHN wirklich sind, ein Nichts! Und denken Sie immer daran eine freundschaft ist eine ehrenvolle Verpflichtung dem Freunde nach bestem Wissen und Gewissen zu dienen, genau wie in der Ehe man in Liebe und Hingabe sich einsetzt. Auch sollte der Ehe-oder Lebenspartner dabei nicht hinderlich sondern konstruktiv sich verhalten und das ganze Verständnis aufbringen und sogar nach dem Motto handeln: Deine Freunde, sind auch meine Freunde und umgekehrt. Liebet einander so wie auch ICH euch geliebet habe. Immer in Brüderlichkeit handeln, dann ist man in der Not nie allein. Danke P.s. Auch immer den Freund auch daran erinnern, dass er ehrlich zu sich selbst ist und darüber nachdenkt ob auch er richtig gehandelt hat, er sollte sich erst selbst hinterfragen bevor er andere beschuldigt und sich als das Opferlamm sieht. Oftmals sind wir verblendet und sehen den Balken im eigenen Auge nicht sondern nur den Spahn im Auge des Anderen.

  • Anett schrieb am 24.02.2012, 22:47 Uhr

    Vielleicht ist es Ihnen noch nicht aufgefallen, dass eine echte Freundschaft im Alter nicht immer möglich ist. Da gibt es jede Menge Gründe. Man vergleicht die Arbeit mit anderen Menschen das leben lang und stellt fest, dass eine große Kluft zwischen Armen und Reichen entstanden ist, Es wird selten passieren, dass eine "Neureiche" ihre Freundin, die durch die selbe Arbeit armgeworden ist überhaupt akzeptiert. Fazit: Meine Kollegin verlor unverhofft alles.Sie war wohlhabend und hatte Viele Freunde. Heute ist sie allein und verlassen. Und ich kenne viele andere Beispiele. Man ist nur WER, wenn man Geld besitzt! Leider.

    • Evelin Hausmann antwortete am 25.02.2012, 16:38 Uhr

      Liebe Anett, ich grüße Sie ganz herzlich, Sie haben vollkommen recht, und Sie sind auch nicht die Einzigste die diese Erahrungen leider durchleben musste, doch Sie hatten oder Ihre Freundin immer die falschen Freunde, das waren nur Parasiten, die vom Bösen befallen waren und nur sich an Menschen geheftet hatten um sich materiell gütlich zu tun, bei wahrer Freundschaft schaut man sich nur den Menschen an ob er einen guten Charakter hat ob er eine Herzensbildung hat ob er auch an Gott glaubt oder vielleicht nur an den schnöden Mammon. Oberflächliche Menschen werden am Ende immer allein dastehen und Menschen, die in sich gefestigt und geistig frei sind, sich nicht vom Zeitgeist einwickeln und beirren lassen, die in ihrer eigenen Mitte bleiben und sich den schönen Dingen des Lebens mit Begeisterung zuwenden können, die auch mal sehr gut eine längere Zeit allein mit sich zufrieden sein können und sich für andere Menschen egal wo auf der Welt , die in Not sind einsetzen und darin ihr wahres Glück entdecken können, die gibt es zur Zeit nicht in der Menge, als es nötig wäre.- Es gibt da für Menschen, die Enttäuschungen in sehr umfangreicher Form erleben mussten einen wunderbaren Weg, der im Internet zu erforschen einlädt, nämlich die Lehre " Heilung auf dem geistigen Weg., Nach der Lehre Bruno Grönings, die allen zu wahrer und dauerhafter Hilfe und echter Lebensfreude und auch persönlichem Glück in allen Lebensbereichen verschafft hat. unter www.bruno-groening.org . Voraussetzung ist der Glaube an Gott und eine universelle Kraft, die göttliche Kraft und das Vertrauen in Diesen Helfer Gottes. Ein offenes Herz und wieder glauben zu wollen und zu können wie ein Kind, dann gibt es für Sie mit Sicherheit keinen besseren und effizienteren Weg Ihr Leben neu und gesund, hilfreich und glücklich zu gestalten, denn Gott selbst ist der größte Arzt und Freund und Berater für alle Menschen die guten Willens sind. Es würde mich sehr freuen, wenn ich Ihnen hiermit Mut machen und einen Weg aufzeigen konnte, auf dem für Sie alles offen steht, Sie müssen es nur wollen. Danke