Winterdepression: Wohlriechenden Öle helfen
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Gerade im Winter fühlen sich viele Menschen schlapp, müde und traurig, ihnen machen das triste Wetter und das mangelnde Licht zu schaffen. Hinzu kommen die Erkältungskrankheiten, die in dieser Jahreszeit wieder Hochkonjunktur haben und ein Übriges dazu tun, um den Körper und die Seele zu schwächen.
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Natürlich können Sie den Erkrankungen mit den üblichen Medikamenten zu Leibe rücken, und auch gegen die sogenannten Winterdepressionen gibt es Arzneien, die Ihnen Ihr Arzt verschreiben kann.
Bevor Sie aber zu diesen Medikamenten greifen, sollten Sie es erst einmal mit der Aromatherapie versuchen. Sie werden sehen, dass auch die Wohlgerüche der Öle Ihre Stimmung erfolgreich heben können. Auch gegen die Winterkrankheiten ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Kraut gewachsen.
»Alte Methode gegen neue Leiden«
Schon vor Tausenden von Jahren benutzten die Menschen zur Behandlung von Krankheiten die Pflanzen, aus denen wir heute Öle destillieren. Ägypter und Griechen, Babylonier und Römer hatten Kenntnisse über die Herstellung von Parfümölen, Salben und Pasten aus Pflanzen, die sie zur kosmetischen und auch medizinischen Behandlung gleichermaßen einsetzten.
Erst 1000 Jahre nach Christus wurde das Verfahren zur Destillation von Ölen erfunden – bald darauf waren ätherische Pflanzenöle in ganz Europa verbreitet. Bis zum 17. Jahrhundert bekämpften die Menschen damit Ungezieferbefall und Krankheiten. Pfefferminz gegen Erkältungen war damals schon genau so bekannt wie Lavendelöl gegen Motten.
Mit Beginn des 17. Jahrhunderts setzte dann aber der Fortschritt ein: durch verschiedenste chemische Experimente isolierten Wissenschaftler die ersten reinen Wirkstoffe, die gegen gewisse Krankheiten viel schneller und besser zu helfen schienen als ätherische Öle. Die Kunst, mit Pflanzenölen zu heilen, geriet bis auf wenige Ausnahmen weitgehend in Vergessenheit.
Erst zu Beginn des letzten Jahrhunderts setzte sich die Aromatherapie, aus Frankreich kommend, erneut durch. Heute ist sie in vielen Bereichen wieder eine echte Alternative zur Schulmedizin.
»Mit einem Öl gleich mehrfach helfen«
Ätherische Öle haben – im Gegensatz zu den herkömmlichen Arzneien – einen entscheidenden Vorteil: Jedes Öl verfügt über viele Eigenschaften, wirkt also nicht nur an einem Punkt. Die Pflanzenessenzen helfen, Ihren Organismus ins Gleichgewicht zurück zu setzten. Dies äußert sich in Gesundheit und Wohlbefinden. Ätherische Öle haben eine vielfältig wirkende Heilkraft und in aller Regel verursachen sie keine Nebenwirkungen.
Über Ihre Atemwege gelangen die Wirkstoffe der Öle in das Nervenzentrum, sind schmerzlindernd und entspannend. Über die Haut dringen sie in tiefer liegendes Gewebe und innere Organe ein und können dort eine entzündungshemmende Wirkung verbreiten. Zudem wirken ätherische Öle über Ihren Geruchssinn direkt auf Ihr Gehirn und beeinflussen das Hormonsystem und die Psyche.
Die Öle ziehen rasch über die Haut ein. Bei Massagen, Bädern oder Kompressen kann zusätzlich das eingeatmete Öl sehr schnell im Körper wirken. Vor allem wird jedes Öl, egal auf welcher Körperstelle es aufgetragen oder angewendet wird, von dem geschädigten Bereich im Körper angezogen. So wirken die Öle gezielt.
Die Anwendungsmöglichkeiten der ätherischen Öle sind also überaus vielseitig, weshalb Sie sie verstärkt in verschiedenen naturheilkundlichen Richtungen einsetzen können.
Die wichtigste Behandlungsform ist die Massage. Hierbei verdünnen Sie die Essenzen mit einem Trägeröl; meist wird hierfür Weizenkeimöl verwendet. Ähn- lich entspannend sind aromatische Bäder. Wasser hat alleine schon eine entspannende und therapeutische Wirkung. Fügen Sie diesem ätherische Öle hinzu, verstärkt sich diese Wirkung noch.
Möglich sind auch heiße und kalte Kompressen mit ätherischen Ölen. Auch Cremes, Lotionen und Duftwasser können Sie damit anreichern.
Verzichten sollten Sie allerdings dar auf, ätherische Öle einzunehmen. Auch wenn Sie die Öle unverdünnt anwenden, könnte es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen.
»Anwendung leicht gemacht«
Am verbreitetsten, gerade zur Bekämpfung der typischen Winterkrankheiten, sind die Verwendung in einer einfachen Duftlampe und die Dampfinhalation. Zum Inhalieren geben Sie 3 bis 4 Tropfen Öl in eine Schüssel mit circa 50 Grad heißem Wasser. Beugen Sie Ihr Gesicht tief über die Schüssel, legen Sie sich ein Handtuch über Kopf und Schüssel und inhalieren Sie fünf Minuten lang den heißen Dampf. Der Dampf wirkt über den Bereich des Rachenraums hinaus bis in die Bronchien hinein. So rücken Sie Husten- und Schnupfenbazillen wirkungsvoll zu Leibe.
Duftlampen erhalten Sie in jedem größeren Kaufhaus. Sie bestehen aus einem Gestell, in dem ein Teelichthalter eingearbeitet ist, und einer Glas- oder Keramikschale. Füllen Sie die Schale mit Wasser und geben Sie zwei bis drei Tropfen ätherisches Öl hinein. Das Teelicht erwärmt das Wasser-Öl-Gemisch, dieses verdunstet nach und nach und verteilt sich so im Raum.
Wichtig ist aber zu wissen, dass ätherische Öle kein Allheilmittel sind. Doch können sie in 80 Prozent der Fälle eine Verbesserung in den ersten fünf Behandlungstagen erreichen, oder, bei frühzeitiger Anwendung zum Beispiel gegen Erkältung, ein vollständiges Ausbrechen der Krankheit verhindern.
T i p p
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