Winterdepression: Seltener als gedacht
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Depression
In den kurzen grauen Wintertagen sinkt bei vielen Menschen die Stimmung auf den Nullpunkt. Doch nur bei maximal 1 % der Deutschen steckt dahinter tatsächlich eine echte „Winterdepression". Das schätzen die Experten des „Kompetenznetzes Depression", in dem sich deutschlandweit wissenschaftlich arbeitende Psychologen und Psychotherapeuten zusammengeschlossen haben.
GNL5356
Fehlendes Licht kurbelt bei den Betroffenen die Produktion des „Schlafhormons" Melatonin an. Das führt unter anderem zu permanenter Müdigkeit und Heißhungerattacken. Doch erst wenn Sie diese Symptome länger als zwei Wochen bei sich beobachten, besteht tatsächlich ein Anlass zur Sorge, und Sie sollten Ihren Hausarzt darauf ansprechen, rät Professor Ulrich Hegerl, Psychiater an der Universität München und Sprecher des Kompetenznetzes in einer Mitteilung seiner Organisation vom September 2004.
Eine kurzfristige Verstimmung sei im Winter vollkommen normal. Der Rat des Experten: Gehen Sie regelmäßig an die frische Luft, denn auch an einem trüben Tag reicht die Lichtstärke aus, um Ihre Stimmung zu heben.