Depression: So erkennt man sie
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Depressionen betreffen alle Altersgruppen, können aber in diesen schwerer festzustellen sein:
Kinder und Jugendliche – Schwere Depressionen kommen bei Kindern und Jugendlichen vor, wobei sie bei letzteren häufiger sind. Möglicherweise kann jeder 8. Jugendliche an einer Depression leiden. Kinder von depressiven Eltern sind eher von Depressionen betroffen.
Eine frühe Behandlung ist wichtig, um einen späteren Rückfall im Erwachsenenalter zu vermeiden.
Die Selbstmordrate unter den 15- bis 24-Jährigen ist in den letzten Jahren angestiegen. Dafür werden Beziehungsverluste und Versagensängste verantwortlich gemacht: Das Zerbrechen einer wichtigen Beziehung, Gefühle von Ablehnung und Versagen und Enttäuschung der elterlichen Erwartungen.
Depressive Kinder und Jugendliche sind häufig reizbar und aggressiv statt mutlos und verzagt. Außerdem ist ihre Depression eher chronisch als vorübergehend.
Anzeichen einer Depression können sein: der Wunsch allein zu sein, die Ablehnung, zur Schule zu gehen, an Gemeinschaftsaktivitäten teilzunehmen oder mit Freunden zu spielen. Eltern oder Lehrer werden vielleicht Konzentrationsschwächen oder sinkende schulische Leistungen, ein Nicht-Vertragen von Kritik und Schwierigkeiten mit der Disziplin bemerken. Andere Hinweise können Änderungen der Ess- und Schlafgewohnheiten sein, Alkohol- und Drogenmissbrauch und Sprechen über Tod und Selbstmord.
Ältere Erwachsene – Depressionen werden bei älteren Menschen häufig übersehen und daher nicht behandelt. Betroffene wirken teilnahmslos, reden monoton und zeigen kaum mimische Regungen. Mehr als 6 Millionen ältere Menschen leiden an einer Depression, aber nur etwa 10 % werden behandelt.
Das erklärt vielleicht, warum die Selbstmordrate bei dieser Gruppe um die Hälfte über dem Bevölkerungsdurchschnitt liegt. Tatsächlich wählen Männer über 80 Jahre sechsmal häufiger den Freitod als jede andere Gruppe. Es ist wichtig, die Depression zu erkennen, weil sie eine Behinderung verstärken kann, die schon durch andere Krankheiten gegeben ist. Die Depression kann auch die Heilungschancen für solche Krankheiten herabsetzen.
Dies hat mehrere Gründe. Ältere Menschen erleben viele Verluste wie den Tod eines Lebensgefährten oder das Erreichen der Pflegebedürftigkeit. Manchmal empfinden die Familienmitglieder die Depression als „normale” Reaktion auf diese Verluste. Hinzu kommt, dass ältere Menschen nicht selten von Freunden und Familie isoliert sind, weil sie alleine leben und nicht mehr viel ausgehen.
Depressionen sind auch eine häufige Begleiterscheinung von Krankheiten, unter denen ältere Menschen leiden. Dazu gehören Herzerkrankungen, Schlaganfälle, Zuckerkrankheit, Krebs, Alzheimer und Parkinson Krankheit und Stoffwechselerkrankungen.
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