Depression: Psychotherapie
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Depression
GNL5356
In Kombination mit Medikamenten kann die Psychotherapie bei Patienten hilfreich sein, deren Depression eine psychologische oder soziale Komponente aufweist. Zu solchen Komponenten können Stress, vorheriger Drogenmissbrauch, der Tod von Angehörigen, Ehekrisen oder finanzielle Sorgen zählen.
Es gibt verschiedene Arten der Psychotherapie. Im Allgemeinen hat sich keine bei der Behandlung von Depressionen überlegen gezeigt. Jedoch gibt es bei jeder Form einen kurzfristigen, zielorientierten Ansatz, der ein bestimmtes Problem sehr effektiv angehen kann. Eine längere Psychotherapie ist selten notwendig.
Der Erfolg der Psychotherapie ist im hohen Maße davon abhängig, dass Sie einen Therapeuten finden, dem Sie vertrauen. Es ist die Beziehung, die wichtig ist, nicht die besondere Form der Psychotherapie an sich.
Bei leichten bis mittleren Depressionen reicht vermutlich der regelmäßiger Kontakt zu Ihrem Hausarzt, der Ihnen Rezepte ausstellt, Ihren Gesundheitszustand überwacht, Sie berät und Ihnen Mut macht. Für Patienten mit schweren Depressionen sollte zuerst eine medikamentöse Behandlung vor der Psychotherapie erfolgen.
Eine spezielle, angeleitete Gruppentherapie wie Hinterbliebenen-Gruppen, Stressbewältigungskurse, Eheberatung und Familientherapie können ebenfalls hilfreich sein.