Depression: Medikamente revolutionieren die Behandlung
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Die Entwicklung von Medikamenten gegen die Depression (= Antidepressiva und Stimmungsaufheller) haben in den letzten 20 Jahren die Behandlung revolutioniert. Diese Medikamente können bei den meisten Menschen zu einer Verbesserung der Symptome führen; sie sind die Basis jeder Art der Behandlung von Depressionen.
Zu der Behandlung kann auch eine Psychotherapie gehören, die Ihnen bei bestehenden Problemen hilft, welche die Depression auslösen oder dazu beitragen. Eine Kombination von Medikamenten und psychotherapeutischen Sitzungen wirkt gewöhnlich bei leichten bis mittleren Depressionen. Eine Psychotherapie hilft meistens nicht bei schweren Depressionen.
Medikamente und Psychotherapie können 4 bis 8 Wochen eingesetzt werden, bevor eine Wirkung sichtbar wird. Bei stark depressiven Menschen kann diese Verzögerung sogar die Depression verschlimmern, sodass das Selbstmordrisiko steigt, weil die Patienten glauben, dass die Therapie nicht wirkt, und an Aufgabe denken.
Depressionen werden normalerweise in 2 Stufen behandelt. Eine sofortige Behandlung mit Medikamenten lindert die Symptome, bis Sie sich wieder besser fühlen. Wenn die Symptome abklingen, beginnen Sie mit einer 4- bis 12- monatigen Erhaltungstherapie, die einen Rückfall verhindern soll. Es ist wichtig, dass Sie dann auch weiterhin Ihre Medikamente einnehmen, obwohl es Ihnen gut geht und Sie wieder Ihr bisheriges Leben leben.
Phasen mit Depressionen kehren bei 80% bis 90% aller Patienten wieder, die einmal eine Depression durchgemacht haben. Ärzte sehen die Depression heute als chronische Erkrankung, die einer ständigen medikamentösen Behandlung bedarf, ähnlich wie Diabetiker auch für den Rest ihres Lebens Medikamente aufnehmen müssen.
Wenn Sie wiederkehrende Depressionsphasen haben, wird Ihr Arzt vielleicht eine längere Medikamenteneinnahme vorschlagen – vielleicht für Jahre. Je länger Sie die Medikamente gebrauchen, desto unwahrscheinlicher wird ein Rückfall.