Depression: Keine Einbildung
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Eine Depression ist eine Erkrankung des Gehirns, die Ihre Gefühle, Ihre Stimmungen, Ihr Verhalten und Ihre körperliche Gesundheit beeinflusst. Früher dachten die Menschen, dass es eine Frage der „Einbildung” sei: „Wenn Sie sich wirklich zusammenreißen, werden Sie da herauskommen.” Aber heutzutage wissen die Ärzte, dass eine Depression kein Zeichen von Willensschwäche ist und dass man medizinische Hilfe braucht, um sich davon zu befreien. Sie ist eine echte Krankheit mit einer biologischen Ursache.
Experten glauben, dass eine Depression entsteht, wenn bestimmte Substanzen im Gehirn, die so genannten „Neurotransmitter“ (Botenstoffe), aus dem Gleichgewicht geraten. Mit einer Depression scheinen 3 aus dem Gleichgewicht geratene Neurotransmitter zusammenzuhängen: Serotonin, Norepinephrin und Dopamin.
Die Wissenschaftler wissen jedoch noch nicht genau, wie ein solches Ungleichgewicht eine Depression hervorrufen kann. Und es ist nicht sicher, ob diese Unausgewogenheit der Botenstoffe im Gehirn die Ursache oder die Folge der Depression ist.
Neurotransmitter scheinen auch bei der Regulation der Hormone wie Östrogen, Progesteron, Kortison, Melatonin und den Endorphinen mitzuwirken. Auch diese Substanzen haben Einfluss auf Stimmungen und Gefühle. Trotzdem kennt man den genauen biochemischen Mechanismus noch nicht. Und ob eine Veränderung der Hormonspiegel wiederum die Ursache oder die Folge einer Depression darstellt, ist noch nicht bekannt.