Depression: Johanniskraut
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GNL5223
Klinische Studien deuten an, dass Arzneimittel, die aus dieser alten Heilpflanze gewonnen werden, bei leichten bis mittelschweren Depressionen wirksam sind. Sie scheinen weniger Nebenwirkungen zu haben als verschreibungspflichtige Antidepressiva. Zur Vorsicht muss jedoch geraten werden, wenn gleichzeitig andere Medikamente eingenommen werden wie Herzglykoside oder Gerinnungshemmer, aber auch andere Antidepressiva, denn es wurden mehrfach gefährliche Wechselwirkungen beobachtet.
Mindestens 900 Milligramm sollten nach Studienergebnissen pro Tag eingenommen werden. In Deutschland werden zur Zeit mehr als 300 Johanniskraut-Präparate angeboten, von denen die wenigsten geeignet sind. Viele Produkte sind unzureichend gekennzeichnet, vor allem was den Wirkstoffgehalt anbelangt. Auch bei Johanniskraut ist eine antidepressive Wirkung erst bei regelmäßiger Einnahme über mehrere Wochen feststellbar. Über den Sinn einer Behandlung mit Johanniskraut und über die richtige Dosis sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen.
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