Depression: Im Alter oft ungenügend behandelt
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Ältere Menschen sind von Depressionen häufiger betroffen als junge. Die Erkrankungshäufigkeit von Frauen ist doppelt bis dreifach so hoch, wie die der Männer (Gesundheitsbericht für Deutschland, 1998, Stat. Bundesamt Wiesbaden). Experten gehen davon aus, dass in Deutschland über 50% aller Depressionen nicht diagnostiziert und über 75% ungenügend behandelt werden (Gesundheitsbericht für Deutschland, 1998, Stat. Bundesamt Wiesbaden). Die ungenügende Behandlung hat verschiedene Gründe. Ältere Menschen erfahren viele Verlusterlebnisse, wie Tod des Ehepartners oder langjähriger Freunde, Verlust der Gesundheit oder der Selbständigkeit aufgrund von Krankheit. Manchmal denken Familienangehörige, dass die Symptome einer Depression normale Reaktionen auf diese Verluste sind.
Außerdem teilen ältere Personen möglicherweise die Symptome einer Depression weniger häufig mit, da früher Makel an dieser Erkrankung haftete.
Die Depression ist ein häufiger Begleiter von Erkrankungen, die oft bei älteren Menschen auftreten. Zu diesen Krankheiten gehören u.a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Diabetes, Krebs, Alzheimer- und Parkinson-Krankheit und Schilddrüsen- bzw. Hormonprobleme.
Wie Sie die Warnsymptome einer Selbstmordgefährdung erkennen
Bestimmte Warnsymptome können Hinweise auf eine schwere Depression und eine mögliche Suizidgefährdung liefern. Wenn Sie irgendeines dieser gefährlichen Anzeichen bemerken, rufen Sie sofort einen Arzt, eine psychiatrische Klinik oder eine spezialisierte telefonische Beratung an:
- Agitiertes, erregtes Verhalten, starke Stimmungsschwankungenund Schlaflosigkeit für mehrere Nächte hintereinander
- Drohungen oder Handlungsweisen, die Gewalt oder körperliche Angriffe betreffen
- Täuschungen oder Wahnvorstellungen, zum Beispiel das Hören von Stimmen
- Drohungen oder Gespräche über Tod und Selbstmord, wie zum Beispiel „mir ist alles egal“ oder „Du brauchst Dich nicht länger um mich zu sorgen“
- Rückzug aus Aktivitäten und Beziehungen
- Das Regeln von Angelegenheiten, wie zum Beispiel. das Verabschieden von Freunden und das Weggeben von kostbarem Besitz
- Eine plötzliche Stimmungsaufhellung nach einer Zeit der Depression
- Untypisches risikoreiches Verhalten, wie zum Beispiel der Erwerb und Gebrauch einer Waffe oder rücksichtsloses Autofahren
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