Depression: Ein Viertel wird falsch behandelt
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Wenn der Hausarzt eine Depression diagnostiziert, irrt er häufig: Denn rund ein Viertel der Patienten leidet nicht an einer reinen Depression, sondern an einer bipolaren Störung (früher: manisch-depressive Erkrankung). Das geht aus einer Pressemitteilung der Britischen Gesellschaft für Psychiatrie vom Oktober 2007 hervor, die sich auf die Auswertung der Daten von 700 Patienten in der Region von Darlington (Großbritannien) bezieht.
Bei der bipolaren Störung wechseln sich Phasen tiefer Niedergeschlagenheit mit Phasen von übersteigertem Tatendrang und Entschlossenheit (Manie) ab. In dieser Phase sind auch selbstgefährdende Handlungen bis hin zu Selbstmordversuchen häufig. Antriebssteigernde Antidepressiva (auch Johanniskraut) können bei den Betroffenen nicht nur eine manische Phase verstärken, sondern sogar hervorrufen. Daher sind in der manischen Phase dämpfende schulmedizinische Mittel erforderlich. Die Naturheilkunde kann hier nur begrenzt unterstützend helfen, z. B. mit Homöopathie.
Tipp: Falls Sie oder ein Angehöriger an einer Depression leiden, aber zeitweise ausgeprägte euphorische Phasen spüren: Teilen Sie dies unbedingt Ihrem Arzt mit, da die Therapie entsprechend angepasst werden muss.
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