Depression: Echte Depressionen eher selten
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Sehr viele Menschen fühlen sich in der dunklen Jahreszeit melancholisch. Aber nur selten entwickelt sich daraus eine echte Winterdepression. Darauf hat der Sprecher des Kompetenz-Netzwerks Depression, Professor Ulrich Hegerl von der Ludwig-Maximilians-Universität München, im November 2006 hingewiesen.
Im Gegensatz zur jahreszeitlich unabhängigen Depression leiden die Menschen mit einer Winterdepression nicht unter Schlafstörungen, sondern haben ein erhöhtes Schlafbedürfnis, betonte Professor Hegerl im Deutschen Ärzteblatt. Auch beim Appetit gibt es markante Unterschiede: Jahreszeitlich unabhängig Depressive nehmen wegen Appetitmangels häufig ab, Menschen mit einer saisonalabhängigen Depression, wie die Winterdepression medizinisch bezeichnet wird, verspüren hingegen verstärkt Hunger, v. a. auf Kohlenhydrate in Form von Süßigkeiten. Insgesamt seien nur etwa 10 % aller Depressionen jahreszeitlich bedingt.
Tipp: Lassen Sie sich nicht mit Psychopharmaka abspeisen, wenn Sie sich im Winter niedergeschlagen fühlen. Gehen Sie täglich eine Stunde im Freien spazieren. Auch an bedeckten Tagen reicht das natürliche UV-Licht aus, um die Produktion des Glückshormons Serotonin anzukurbeln. Eine Alternative sind Lichtduschen, die Sie u. a. in Sanitätshäusern ausleihen können.
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