Depression: Der lange Weg zur Diagnose
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Die Depression ist weltweit eine der häufigsten Erkrankungen. Sie wird aber nach Angaben der WHO (Weltgesundheitsorganisation) in ca. der Hälfte der Fälle nicht erkannt und oft nicht ausreichend behandelt. Die Zahlen sind umso erschreckender, da es sich um eine Erkrankung mit einem erheblichen Rückfallrisiko und einer hohen Selbstmordrate handelt. Zentrales Problem für den Arzt ist die exakte Diagnosestellung. Umso wichtiger ist die Informationsweitergabe an Sie, den potenziellen Patienten. Lernen Sie die Symptome der Depression kennen, damit Sie wissen, worauf Sie Ihren Arzt hinweisen müssen.
Eine Depression kann jeder bekommen. In den meisten Fällen lässt sie sich durch eine adäquate Therapie gut behandeln. Medikamente und Psychotherapie sorgen dafür, dass depressive Phasen unterbrochen werden oder vollständig abklingen. Ohne Behandlung würden diese Episoden vielleicht Monate bis Jahre dauern.
Was ist eine Depression?
Im Gehirn gibt es chemische Stoffe, die als Botenstoffe die Nervensignale weiterleiten. Die Wirkung dieser Stoffe ist bei depressiven Menschen verändert. Eine familiäre Veranlagung begünstigt den Ausbruch genauso wie ein belastendes Ereignis. Frauen erkranken häufiger als Männer. Niedergeschlagenheit sowie körperliche und psychische Störungen stellen sich ein. Derzeit leiden in Deutschland 4 Millionen Menschen an einer solchen behandlungsbedürftigen Erkrankung. Es gibt verschiedene Formen der Depression, die nicht nur ständige depressive Phasen, sondern auch manische Abschnitte im Krankheitsverlauf unterscheiden. Diese Einteilung trifft der behandelnde Facharzt.
Das können Auslöser für eine Depression sein
- Reaktion auf akute oder chronisch belastende Lebensereignisse (Tod, Scheidung etc.)
- schwere oder chronische körperliche Erkrankungen (z. B. Tumor, Unfälle)
- Einnahme bestimmter Medikamente (Beta-Blocker, „Pille“, Kortison, neurologische Mittel, Antibiotika, Malariamittel u. a.)
- im Gefolge von anderen Erkrankungen (z. B. Demenz, Schizophrenie, Parkinson, Vitaminmangelzustände oder Schilddrüsenfunktionsstörungen)
Daran können Sie eine Depression erkennen
Jeder von uns ist schon einmal müde und niedergeschlagen. Je nach Belastungssituation fehlt der Mut, überhaupt den nächsten Tag beginnen zu wollen. Das sind normale Stimmungsschwankungen, aber noch keine Anzeichen für eine depressive Erkrankung. Die Übergänge sind jedoch fließend.
Nach neuesten Erkenntnissen ist bei 90 % der Erkrankten, unabhängig von der Ursache, die Depression erfolgreich behandelbar (dies eventuell im Rahmen einer Langzeittherapie).
Wichtig ist: Der Kranke muss seine Depression erkennen und bereit sein, darüber zu reden. Er muss gemeinsam mit seinem Arzt die Behandlung planen und durchführen.
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