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Depression: Auslöser

Eine Depression hat immer mehrere Ursachen. Experten glauben, dass eine Kombination aus Veranlagung (Depressionen treten oft familiär gehäuft auf) und Umweltfaktoren wie Stress oder eine schwere (körperliche) Krankheit zu einem Ungleichgewicht der Neurotransmitter führen, die für eine Depression typisch sind.

Hier sind einige Ursachen von Depressionen:

Ererbte Vulnerabilität – Wenn in Ihrer Familie schon Depressionen aufgetreten sind, tragen Sie ein erhöhtes Risiko, auch daran zu erkranken. Forscher haben einige Gene identifiziert, die eventuell mit manischer Depression zusammenhängen, und sie suchen nach weiteren Genen, die mit anderen Formen der Depression in Verbindung stehen.

Auslöser in der Umwelt– Belastende Ereignisse, besonders ein Verlust oder ein drohender Verlust, können Depressionen auslösen. Dazu gehören der Tod einer geliebten Person, eine Scheidung, das Ende einer bedeutsamen Beziehung, der Verlust des Arbeitsplatzes, finanzielle Probleme und der Verlust von Gesundheit und Unabhängigkeit.

Medikamente– Die langfristige Einnahme bestimmter Medikamente kann Symptome einer Depression bei manchen Leuten hervorrufen. Dazu gehören der Beta-Blocker Propanolol (Dociton®)), einige andere Blutdruck-Präparate, Arzneimittel gegen Arthrose und die Parkinson Krankheit. Selten werden depressive Symptome auch von steroidhaltigen Mitteln (Prednison, Cortison und orale Kontrazeptiva) oder Anti-Krebsmitteln hervorgerufen.

Krankheiten – Menschen mit chronischen Krankheiten, wie Herzerkrankungen, Schlaganfällen, Diabetes, Krebs und der Alzheimer Krankheit, sind depressionsgefährdet.

Studien zeigen einen noch zu klärenden Zusammenhang zwischen Depressionen und Herzerkrankungen. Depressionen treten bei bis zu 50% aller Infarkt-Patienten auf. Untersuchungen haben ergeben, dass Männer, die an Depressionen litten, 3-mal häufiger Herzkrankheiten hatten als nichtdepressive Männer. Forscher vermuten, dass Depressionen lebensbedrohliche Änderungen des Herzrhythmus bei Patienten verursachen können, die sich gerade von einem Herzinfarkt erholen. Eine andere Studie belegt, dass depressive Männer mit höherer Wahrscheinlichkeit an der Koronaren Herzkrankheit erkranken.

Eine Schilddrüsen-Unterfunktion, auch wenn sie nur geringfügig ausgeprägt ist, kann zu Depressionen führen. Und Depressionen können ein Signal für eine noch verborgene Erkrankung sein: Pankreaskrebs, Gehirntumor, Multiple Sklerose, Alzheimer und Parkinson Krankheit.

Persönlichkeit– Einige Charakterzüge können Menschen für Depressionen anfällig machen: ein geringes Selbstwertgefühl und übertriebene Abhängigkeit, Selbstkritik, Pessimismus und eine geringe Belastbarkeit.

Alkohol, Nikotin und Medikamentenmissbrauch– Früher glaubten die Experten, dass depressive Menschen Nikotin, Alkohol und Stimmungsaufheller benutzen, um sich aus ihrem Seelentief zu ziehen. Aber neue Studien zeigen, dass die Einnahme dieser Substanzen Depressionen und Angstzustände verstärken kann.

Etwa 30% aller depressiven Menschen und 60% aller Manisch-Depressiven nehmen zu viel Alkohol und Medikamente ein. Wenn in der Familie Alkoholismus vorkommt, steigt das Risiko manisch-depressiv zu werden. Hinzu kommt, dass depressive Menschen mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit nikotinabhängig sind.

Ernährung  – Ein Mangel an Folsäure und Vitamin-B12 kann die Symptome einer Depression hervorrufen. Und eine geringe Konzentration dieser beiden Nährstoffe im Blut kann auch die Wirkung von Antidepressiva herabsetzen.

 

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