Depression: Alternative Therapien
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Elektrokonvulsive Therapie – Bei dieser Behandlung wird das Gehirn für einige Sekunden elektrisch gereizt, während sich der Patient in einer Kurzzeitnarkose befindet. Dadurch wird ein kontrollierter (epileptischer) Anfall provoziert. Wissenschaftler sind sich noch nicht klar, wie diese Therapie die Symptome einer Depression lindert. Der Anfall kann den Spiegel der Neurotransmitter beeinflussen. Das Verfahren kann sich für Menschen mit schweren Depressionen eignen oder für solche, die nicht auf andere Behandlungen ansprechen.
Die elektrokonvulsive Therapie ist manchmal von den Medien in negativer Weise dargestellt worden. Entgegen weit verbreiteten Vorurteilen ist die elektrokonvulsive Therapie eine sichere Behandlungsmethode. Bei der negativen Darstellung dieser Therapie wird häufig übersehen, dass dieses Verfahren dramatische und teilweise lebensrettende Verbesserungen für Patienten mit schwerer Depression bringen kann. Andererseits sollte nicht unerwähnt bleiben, dass als mögliche Nebenwirkung z. B eine vorrübergehende Erinerungseinbuße unmittelbar nach der Behandlung auftreten kann.
Lichttherapie – Menschen mit einer Winterdepression (Seasonal Affective Disorder, SAD) erkranken zu bestimmten Jahreszeiten – meist im Herbst oder Winter – an einer Depression. Wissenschaftler glauben, dass das verringerte Sonnenlicht zu einer vermehrten Bildung von Melatonin führt. Melatonin ist ein Hormon des Gehirns, das als schlaffördernd und stimmungsdrückend gilt. Die Behandlung mit einer besonders hellen Lampe, die die Melatonin-Produktion herabsetzt, scheint einigen Patienten mit dieser Störung zu helfen.
Weiterhin konnte gezeigt werden, dass Sport und bessere Schlafgewohnheiten die Symptome verbessern können.
Patienten, die sowohl eine Psychotherapie als auch Medikamente nutzen, sind erfolgreicher in der Bewältigung ihrer Erkrankung. Eine Studie begründet dies damit, dass die beiden Behandlungen unterschiedliche Hirnbereiche beeinflussen.
Kombinationstherapien sind besonders erfolgreich
Antidepressiva verstärken die Stoffwechseltätigkeit im vorderen Bereich des Gehirns. Eine Psychotherapie scheint dagegen mit einer Aktivitätssteigerung in einer anderen Hirnregion, dem Hippocampus einherzugehen. Bild gebende Verfahren deuten darauf hin, dass auch andere Hirnbereiche spezifisch verändert werden. Eine Kombinationstherapie führt häufig zu besseren Ansprechraten und langfristigerer Heilung als eine Einzeltherapie.
Heutzutage ist Depression viel weniger mit einem vermeintlichen Makel behaftet als in der Vergangenheit. Viele Krankenversicherungen übernehmen einen Teil der Kosten für Psychotherapien.
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