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Burnout-Syndrom: Stress und Burnout

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Burnout-Syndrom

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Dr. Martina Hahn-Hübner
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Ein Burnout-Syndrom - das ist nichts anderes, als wenn einer Glühlampe bei vollem Betrieb der Strom abgeknipst wird. Prominentester Fall war in den letzten Jahren der Skispringer Sven Hannawald, der einige Zeit danach auch seine sportliche Karriere aufgab. Lassen Sie es nicht soweit kommen, dass Sie in dieses ausgebrannte Loch fallen. Mit meinem Selbsttest können Sie rechtzeitig erkennen, ob Sie vom Burnout gefährdet sind.


Ein Burnout-Syndrom ist gar nicht so fern, wie Sie vielleicht denken. Denn es trifft keineswegs nur den überarbeiteten Manager oder den Sportstar, der unter extremem Leistungsdruck steht. Betroffen kann vielmehr jeder sein: auch Sie. Der Burnout beginnt in dem Moment, in dem Sie Ihre Emotionen unterdrücken, in dem es Ihnen nur noch darum geht, gut zu sein. Dabei ist es egal, um welches Gebiet es sich handelt, ob um den Haushalt, den Sport oder die Arbeit. Wenn Sie perfekt sein wollen und sich nur gut fühlen, wenn Sie überragende Lei-stungen bringen, riskieren Sie, dass Sie innerlich ausbrennen.

Stress lässt Sie innerlich ausbrennen

Natürlich gehört Stress zum Leben. Er ist manchmal sogar nötig, weil nur durch ihn Ihre Leistungen gesteigert werden. Aber Stress braucht auch einen Gegenspieler. Die Hormone, die Ihr Körper freisetzt, wenn Sie unter Stress stehen, das Cortisol und das Adrenalin, müssen Sie auch wieder loswerden. In den Frühzeiten der Menschheit gelang dies dadurch, dass Stress in Ge-fahrensituationen auftrat, in denen der damalige Mensch flüchten musste. Durch diese Flucht lief er auch den Stresshormonen davon.

Heute können Sie nicht mehr vor einem vollen Terminkalender, vor den Alltagsaufgaben oder dem Chef, vielleicht auch den lauten, seit Stunden lärmenden Kindern davonlaufen. Stattdessen sammeln sich die Stresshormone immer weiter in Ihrem Körper an - als Mitverursacher eines Burnout-Syndroms. Sie müssen nur noch funktionieren, Ihre Aufgaben erledigen, egal wie. Sie beginnen, Ihre Probleme zu verdrängen, vergessen, Spaß zu haben - Sie haben ja Ihrer Meinung nach sowieso keine Zeit mehr dafür. Stattdessen gehen Sie immer weiter an Ihre Leistungsgrenzen, bis Sie körperlich und auch seelisch keine Kraft mehr haben.

Nehmen Sie die ersten Warnzeichen ernst

Ein Burnout-Syndrom tritt nie von heute auf morgen auf. Es gibt mehrere Zwischenstationen, Symptome, an denen Sie merken, dass Sie langsam ausbrennen. Folgende Warnzeichen sollten Sie keinesfalls überhören:

  • Ihr Körper sendet Signale. Der Blutdruck erhöht sich, Ihre Atmung wird flach, Sie schlafen schlecht.

  • Sie kümmern sich nur noch selten um Hunger und Durst, essen hastig.

  • Sie nehmen sich keine Zeit mehr für Freunde, Familie, Hobbys. Sie übergehen Probleme in Ihrer Partnerschaft.

  • Sie finden all das langweilig, was Ihnen früher Spaß gemacht hat: Treffen mit Bekannten, Kinobesuche, Ausflüge.

  • Sie setzen Ihre Werte anders, nur noch Ihre Arbeit ist für Sie wichtig.

  • Ihre Stimmung wandelt sich. Sie reagieren nicht mehr mit Humor, sind stattdessen sarkastisch oder reagieren mit Schärfe.

  • Ihre Gefühle verändern sich. Sie fühlen Schmerz, Zorn, Gereiztheit - und nicht mehr, wie früher, Freude, Fröhlichkeit oder Neugierde.

Nicht sofort werden Sie in ein Burnout-Syndrom rutschen. Es dauert im Schnitt 7 Jahre, bis sich die völlige Erschöpfung breit macht. Dann aber sind Ihre Reserven völlig leer. Das Einzige, was Sie dann noch verspüren, sind irrationale Ängste, aber auch Depressionen. Allein kommen Sie aus so einer Situation nicht mehr heraus. Sie brauchen the rapeutische Hilfe, meist in einer speziellen Klinik. Zwischen drei und sechs Wochen dauert die Therapie, in der Sie lernen, Ihre eigenen Interessen, seien sie nun körperlich oder seelisch, wiederzuentdecken. Dabei hilft Ihnen eine Kombination aus Schulmedizin, Kneippschen Anwendungen, gesunder Ernährung und Entspannungstechniken.

Duch kreative Übungen entdecken Sie Ihre rechte Hirnhälfte neu: Sie lernen, gestalterisch zu denken, emotional zu werden - weg vom rationalen vernunftbetonten Denken, das Sie in diese Situation gebracht hat.

Mann greift sich an den Kopf

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