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Burnout-Syndrom: "Managerkrankheit"

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Burnout-Syndrom

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Kennen Sie folgende Situation? Sie fühlen sich schlapp, Kraftlosigkeit hat Sie schon den ganzen Tag niedergedrückt. Der Job macht keinen Spaß mehr, das Familienleben wird anstrengend, anstelle eine Quelle der Regeneration zu sein. Höchste Alarmstufe: Das Burn-out-Syndrom hat zugeschlagen.


„To burn out" heißt übersetzt „ausbrennen" und beschreibt den inneren Zustand der Betroffenen, die depressiv verstimmt sind, schnell ermüden oder vereinsamen. Oft bezeichnet man diesen Zustand auch als „Managerkrankheit", weil Menschen in verantwortungsvollen Positionen häufig unter solch einem Zustand leiden. Sie sind mit der großen Verantwortung, dem ständigen Zeit- und Leistungsdruck überfordert. Aber in Zeiten der wirtschaftlichen Instabilität und raschen Veränderungen, wo man in Sorge um seinen Arbeitsplatz lebt, kann man es sich nicht erlauben, „überfordert" zu sein.

Man hat zu funktionieren, Höchstleistung zu erbringen, um jeden Preis, koste es, was es wolle. Probleme werden verdrängt, Leistungsgrenzen zu lange und zu intensiv ausgereizt. Ergebnis: Der Mensch steht unter Dauerstress.

Dass die Betroffenen am Ende überhaupt nicht mehr in der Lage sind zu arbeiten, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen müssen, weil sie chronisch erschöpft sind, Schlafstörungen haben, Magen- und Darmerkrankungen sich dazugesellen oder der Griff in den Medikamentenschrank zwingend wird, sind Zeichen der Unterschätzung des Burnout-Syndroms.

Sie können Ihrem Chef nicht davonlaufen

Stress gehört zum Leben. Er ist in manchen Situationen sogar überlebensnotwendig, weil er die Leistung steigert. Ohne Stress und dadurch rechtzeitig aktivierten Flucht- oder Angriffsmechanismen hätten unsere Vorfahren nicht überlebt. Die Nebennieren schütten Adrenalin aus, um den Herzschlag zu beschleunigen und in allen anderen Körpersystemen Energie abzuziehen, damit die Muskulatur schneller reagieren kann. Bei der Jagd sind wir früher vor einem Angreifer geflohen oder haben uns selbst auf die Jagd gemacht, so wurde das dabei freigesetzte Adrenalin auch wieder abgebaut.

Wenn uns heute ein übervoller Terminkalender erdrückt oder der Chef wieder einmal seine Meinung sagt, können wir weder auf einen Baum klettern noch davonrennen oder zurückschreien.

Bewegungsmangel, Druck am Arbeitsplatz oder Frust im Beziehungsleben sind deshalb bedeutende Mitverursacher des Burn-out-Syndroms. Auch wenn wir tobend und schreiend im Stau stehen, unterstützt das nicht gerade unser Wohlbefinden. Die Folge davon: Das freigesetzte Adrenalin wird nicht verbraucht, sondern setzt sich an den Gefäßwänden ab. Wenn sich solche Situationen häufig wiederholen, sind die Gefäßwände nicht mehr flexibel, verengen sich und das Herz wird überlastet. Die Anfälligkeit gegenüber Herzattacken und einem Schlaganfall steigt.

Stress macht also definitiv krank. Langfristig schwächt er das Immunsystem und die Psyche

Hier hat die Stressforschung eine Stress-Persönlichkeitstypologie geschaffen. Der stressanfallige Typ ist gekennzeichnet durch eine Kombination von hohem Leistungsstreben, Konkurrenzdenken, Ungeduld, Perfektionismus, Hektik, Aggressionsbereitschaft und Arger. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese real an den Erkrankten herangetragen wurden (z. B. Doppelbelastung bei berufstätigen Frauen, hoher Leistungsdruck in der Führungsetage) oder es sich um zwanghaft selbst übernommene Verantwortlichkeiten handelt - etwa in der Vorstellung „das kann sowieso nur ich selbst erledigen oder entscheiden".

Mann greift sich an den Kopf

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