Burnout-Syndrom: Anzeichen
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Frauen, die in Gefahr sind, auszubrennen, wissen gar nicht mehr, wie es ist, die Seele einmal baumeln zu lassen. Sie fühlen sich gehetzt, ausgelaugt, nicht anerkannt, gereizt, matt und oft auch vereinsamt. Es sind leistungsbereite Frauen, die zuverlässig (übergewissenhaft?) ihre Arbeit erledigen. Die höchsten Anforderungen stellen sie selbst an sich. Für viele ist der Dauerstreß schon Normalzustand.
Das Hauptmerkmal aber ist, daß sie noch kurz vor ihrer totalen Erschöpfung alles ableugnen. So übersehen sie die Hinweise oder deuten sie falsch.
Körperliche und seelische Anzeichen
Am häufigsten sind Spannungs- und Migränekopfschmerzen, Magen-, Darm oder Rückenschmerzen, häufige hartnäckige Erkältungen, Verdauungsbeschwerden, Hautkrankheiten, Benommenheit, Schwindel, Schlaflosigkeit oder am hellichten Tag Schlafanfälle, plötzliche Panikattacken.
Solche Symptome müssen ärztlich abgeklärt werden, damit sicher ist, daß keine organischen Ursachen zugrunde liegen. Erst dann dürfen sie als „funktionelle“ Beschwerden gelten. Sie sind nicht nur für Dauerstreß charakteristisch. Sie können auch als psychosomatische, d. h. leibseelische, Symptome z. B. für eine Depression sprechen. Zu einem Burn-out-Syndrom können auch depressive Phasen gehören. Sie machen aber nicht seinen Kern aus.
Für Sie selbst ist eine Unterschei-dung wichtig: Eine depressiv gewordene Frau neigt zum Aufgeben; eine am Rande des Ausgebranntseins Stehende will gerade nicht aufgeben, sondern erst recht und unter Aufbietung der letzten Reserven weitermachen. Das ist eine Falle. Aber darin liegt Ihre Chance. Nutzen Sie Ihre Reserven, um an sich selbst zu arbeiten.
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