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Borderline-Syndrom - das sollten Sie wissen!

Der englische Begriff Borderline bedeutet Grenzlinie und verweist auf einen in der Psychoanalyse erkannten Grenzbereich zwischen neurotischen und psychotischen Störungen. Die Erkrankung tritt häufig zusammen mit weiteren Persönlichkeitsstörungen, Depressionen, dissoziativen Störungen und selbstverletzendem Verhalten auf.

In Deutschland leiden etwa zwei Prozent der Bevölkerung an Borderline. Borderline-Patienten haben Schwierigkeiten, ihre Gefühle zu kontrollieren und leiden unter starken Stimmungsschwankungen.

Die Störung zeigt sich beispielsweise in rasch wechselnden Beziehungen und selbstgefährdendem Verhalten; was die Diagnose problematisch macht ist jedoch, dass bei einer Persönlichkeitsstörung anders als bei anderen psychischen Erkrankungen keine einzelne Verhaltensweise als Störung definiert wird, sondern das Gesamtverhalten beurteilt werden muss und die Grenzen zwischen persönlichen Eigenheiten und Störungen oft fließend sind.

Als ursächlich wird eine Kombination aus genetischen Faktoren und traumatischen Erlebnissen insbesondere in der Kindheit, wie Missbrauch und Gewalt, angesehen. Eine Therapie von Borderline gestaltet sich häufig schwierig:

Die Unfähigkeit des Patienten, stabile Beziehungen aufzubauen, beeinträchtigt auch das Verhältnis zwischen Patient und Therapeut und gefährdet so den Behandlungserfolg. Ziel der Therapie ist immer, den Patienten im Alltag zu stabilisieren, um schließlich an den Ursachen zu arbeiten.

Daran erkennen Sie eine Borderline-Störung

Wenn fünf der neun Symptome vorhanden sind, liegt sehr wahrscheinlich eine Borderline-Störung vor:

  • plötzliche und heftige Gefühlsreaktionen mit Angst, Verzweiflung oder Zorn, häufige Verstimmungen
  • nicht stabile, aber intensive Beziehungen, die zwischen extremer Idealisierung und Entwertung, zwischen sehnsüchtiger Bindung und harscher Zurückweisung schwanken
  • brüchiges und unsicheres Selbstbild, ein diffuses Selbstwertgefühl
  • verzweifeltes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden
  • bei scheinbar kleinen Anlässen häufig eine unangemessene Wut, gefolgt von Scham- und Schuldgefühl
  • impulsives selbstschädigendes Verhalten wie exzessives Rauchen oder Trinken, Drogenmissbrauch, Fressanfälle, gefährliches Autofahren, ungeschützter Sex
  • Selbstmordneigung, Neigung zu Selbstverletzung
  • chronisches Gefühl von Leere
  • paranoide Vorstellungen, vorübergehende Auftrennung des Erlebens (eine Verschmelzung von Ich und Außenwelt).

Quelle: Diagnostisches und statistisches Manual psychischer Störungen, Hogrefe 1998

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