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Betreiben Sie aktive Gedankenhygiene

Jeder Gedanke, den Sie haben, löst ein Gefühl aus, und jedes Gefühl äußert sich körperlich. Das beschreibt die alte Psychologenweisheit „Befinden kommt von Empfinden“. Wenn Sie also denken: „Gleich wird mir sicher wieder schwindelig“, löst dieser Gedanke Gefühle der Angst und Hilflosigkeit aus. Durch die damit verbundene Ausschüttung von Stresshormonen schlägt Ihr Herz schneller und Ihr Blutdruck steigt. Dadurch kann dann tatsächlich Schwindel entstehen. Wenn Sie aber denken: „Heute geht es mir gut“, stellt sich ein Gefühl der Zufriedenheit ein, Sie fühlen sich wohl und Ihr vegetatives Nervensystem ist im Gleichgewicht. Seien Sie also auch Ihren Gedanken gegenüber achtsam und ersetzen Sie negative sofort durch positive. 

Unausgesprochene Missstimmungen und Konflikte mit der Familie, Freunden oder Arbeitskollegen können Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes „auf den Magen schlagen“, „die Kehle zuschnüren“ oder „unter die Haut gehen“. Gehen Sie Konflikten nicht aus Angst vor Ablehnung oder Kränkung aus dem Weg. Vielleicht haben Sie, wie viele Menschen, in Ihrer Kindheit negative Erfahrungen gemacht, wenn Sie Ihre Bedürfnisse offen ausgesprochen haben, sind dafür getadelt oder mit Liebesentzug bestraft worden. Jetzt ist es an  der Zeit zu akzeptieren, dass Konflikte nicht verschwinden, wenn Sie sich Ihnen nicht stellen. In Ihrem Inneren bleiben sie bestehen und untergraben Ihre Gesundheit. Damit Ihr Körper die Nöte Ihrer Seele nicht ausleben muss, sollten Sie mit den betreffenden Menschen offen über Ihr Problem sprechen.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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Alte Kommentare
  • Guenter schrieb am 05.11.2013, 06:16 Uhr

    Das Thema ist sehr wichtig und den Beitrag finde ich interessant ... Dennoch sehe ich an dieser Stelle leider auch einen gewissen "Popularismus", der zum Ausdruck kommt. Viele Menschen haben doch leider schon selbst feststellen müssen, dass sich die Bezugs-Person/Personen gar nicht einer Aussprache stellen wollen - leider ist in unserer Gesellschaft nicht selten ein gewisser "Egoismus" feststellbar (nach dem Motto: die Hauptsache es geht MIR gut, was interessieren mich die Probleme der Mitmenschen) ...

  • Brigitte Schneider schrieb am 05.11.2013, 08:43 Uhr

    Das ist ein guter Rat, der da gegeneben wird - nur manchmal nicht durchführbar. Dann nämlich, wenn diese betreffende Person nicht mehr unter den Lebenden weilt. Was dann?

  • Lielo Möhring schrieb am 05.11.2013, 15:01 Uhr

    mein Kommentar drückt sich bereits in meiner Bewertung aus. Besser kann man es nicht sagen, als es der Artikel vorgibt. Vielen Dank.

    • Arno Runkowsky antwortete am 07.11.2013, 14:24 Uhr

      Dieser Artikel ist sehr gut und trifft genau zu.

  • westwind schrieb am 05.11.2013, 21:41 Uhr

    Daß belastende Gefühle krank machen können habe ich am eigenen Leib erfahren. Jahrelange Eheschwierigkeiten haben bei mir zu Anfällen von Herzrasen geführte. Organisch war nichts zu finden, aber sie kamen immer wieder, einmal wurde ich sogar vom Hausarzt mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert. Vorsorglich nehme ich, auf Anraten der Ärzte, seit 26 !!! Jahren ein Medikament gegen Herzrhythmusstörungen und Herzrasen. Geholfen hat mir, als ich vor 5 Jahren endlich mit jemanden über meine schlimmen Eheprobleme reden konnte.

  • Monika Harth schrieb am 06.11.2013, 09:43 Uhr

    Schön gesagt bzw. geschrieben, aber die Umsetzung ist leider oftmals schwieriger als gedacht.

  • marianne neefken schrieb am 06.11.2013, 12:53 Uhr

    Völlig falsch! Situationen lösen unbewusste erinnerungen aus, die in der amygdala, unserem alarmsystem, gespeichert sind. In nanosekunden treten zur warnung ängste auf, soschnell kannst du gar nicht denken. Unser denksystem und das limbischesystem sind 2paar verschiedene schuhe. Und positives denken bringt die beiden nicht so leicht wie dagestellt unter einen hut.

  • rodita schrieb am 08.11.2013, 18:47 Uhr

    Ich stimme Ihrem Artikel voll und ganz zu, bis auf den letzten Satz: ".... sollten Sie mit den betreffenden Menschen offen über Ihr Problem sprechen." Was aber, wenn die betreffenden Menschen nicht die Reife haben, sich mit dem Problem vernünftig auseinanderzusetzen. Mir hilft es am besten, wenn ich mir bei sehr wenigen, sehr guten Freunden die Probleme von der Seele reden kann.

  • Volker Specht schrieb am 09.11.2013, 18:35 Uhr

    "Jeder Gedanke, den Sie haben, löst ein Gefühl aus" Jedoch beeinflussen meine Gefühle auch meine Gedanken. Es bestehen Wechselwirkungen zwischen Gedanken und Gefühlen. Für die Gedankenhygiene sind Meditation, Yoga oder andere Entspannungsmethoden hilfreich. Volker Specht