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Ängste: Vermeidungsstrategie ist die schlechteste Lösung

sich mit Ängsten auseinander zu setzen, ist nicht einfach – schon gar nicht, wenn die Ängste so stark sind, dass es sich eher um eine Phobie handelt als um normale Angst. Aber sollte man nicht dennoch die Konfrontation mit dem Angstobjekt suchen? Oder ist es besser, die angstauslösenden Situationen komplett zu vermeiden? Das möchte meine Leserin Heike P. wissen.

Wenn Sie unter Ängsten leiden und dann eine Vermeidungsstrategie anwenden, umgehen Sie alle Situationen, in denen Ihre Ängste ausgelöst werden könnten. Haben Sie Höhenangst, werden Sie Hochhäuser, Brücken, Aussichtstürme und ähnliches meiden. Bei Angst vor Spinnen kann es so weit kommen, dass Sie nicht mehr in den Keller gehen.

Die Gefahr bei dieser Strategie: Sie ziehen sich aus bestimmten Bereichen des Lebens zurück, isolieren sich eventuell sogar komplett. So verhindern Sie nicht nur, dass Sie Angst bekommen – Sie erleben auch die schönen Seiten des Lebens nicht mehr. Eventuell entwickeln Sie sogar Depressionen; auf jeden Fall aber wachsen Ihre Ängste ins Unermessliche.

Besser ist es daher, wenn Sie sich mit den Situationen, die Sie ängstigen, auseinandersetzen – vielleicht sogar zusammen mit einem Therapeuten.

Bleiben Sie gesund,

Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner

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Über den Autor Dr. Martina Hahn-Hübner

Chefredakteurin von Täglich Gesund und Der Mondkalender Dr. Martina Hahn-Hübner absolvierte nach ihrem Studium ein Volontariat. Parallel dazu fing sie […]