Akutes Delirium: Behandlung
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Die Diagnose eines akuten Deliriums erfolgt nach sorgfältigem Ausschluss anderer Grunderkrankungen, die als Auslöser in Frage kommen könnten.
Wenn medizinische Ursachen ausgeschlossen oder behandelt werden, ist eine Reorientierung des Kranken der nächste Schritt. Ein Delirium kann einen Krankenhausaufenthalt verlängern.
Je nach Schwere des Deliriums kann das Klinikpersonal verschiedene hilfreiche Maßnahmen durchführen:
Die Umgebung regulieren – Das Personal wird versuchen, dem Patienten eine längere Zeit ruhigen Schlafs zu ermöglichen. Ein Tag-Nacht-Rhythmus kann zum Beispiel durch die Regulierung des Lichts und eine Verminderung der Lautstärke erreicht werden.
Die Einbeziehung der Familie – Die Familie sollte aufgeklärt werden, dass das Delirium in keiner Weise den wahren Charakter ihres Angehörigen repräsentiert. Die Familienmitglieder könnten gebeten werden, den Genesungsprozess mit kurzen, häufigen Besuchen zu unterstützen. Sie können dabei ermutigend und beruhigend einwirken. Einfache, kurze Bemerkungen, die die Realität verstärken, können hilfreich sein, zum Beispiel: „Du warst krank, aber jetzt bist du auf dem Wege der Besserung.“
Maximale Kontinuität – Eine Gruppe derselben vertrauten Gesichter, die beruhigend wirken, kann sehr hilfreich sein, wenn die Familie nicht anwesend sein kann.
Wenn diese Bemühungen nicht helfen oder das Delirium so schwer ist, dass der Patient eine Gefahr für sich selbst und andere ist, kann eine medikamentöse Behandlung nötig sein. Oft wird der Tranquilizer Haldol® gegeben. In extremeren Situationen könnte eine intravenöse Gabe von Beruhigungsmitteln notwendig werden. Manchmal muss auch eine Sitzwache die ganze Zeit beim Patienten im Raum bleiben.