Passivrauchen: Jährlich mehr als 3.000 Tote
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In Deutschland sterben jährlich rund 3.300 Nichtraucher an den Folgen des Passivrauchens. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) im Dezember 2005 in Heidelberg veröffentlichte. Tabakrauch in Innenräumen sei keine Belästigung, sondern eine Gesundheitsgefährdung mit Todesfolgen, lautet die zentrale Aussage der Autoren.
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Für die Studie berechneten die Wissenschaftler erstmals für Deutschland die Zahl der Opfer durch Passivrauchen. Demnach sterben jährlich 2.140 Nichtraucher an durch Tabakrauch verursachten Herzkrankheiten, 770 an einem Schlaganfall, 260 an Lungenkrebs und 50 an chronischen Lungenerkrankungen. Außerdem sollen pro Jahr rund 60 Säuglinge durch Passivrauch im Haushalt sowie durch vorgeburtliche Belastungen aufgrund des Zigarettenkonsums der Mutter während der Schwangerschaft zu Tode kommen.
Für krebserregende Stoffe seien keine Dosis-Schwellenwerte feststellbar, unterhalb derer keine Gesundheitsgefährdung zu erwarten wäre. „Auch kleinste Belastungen können zur Entwicklung von Tumoren beitragen“, so die Forscher. Diese Ergebnisse sollten Sie zum Anlass nehmen, um bei Ihnen zu Hause endgültig ein Rauchverbot zu verhängen. Auch Ihre Kollegen am Arbeitsplatz sollten Sie auffordern, endlich mit dem Rauchen aufzuhören, denn sie gefährden nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern auch die ihrer Mitmenschen.