Prostata und Blase: Setzen Sie auf die Kraft der Kürbiskerne
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 23. März 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
die Kommission E, die im Auftrag des Berliner Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte die wissenschaftlich nachgewiesenen Wirkungen von Heilpflanzen untersucht, empfiehlt Kürbiskerne, Kürbiskernöl und Kürbiskern-Trockenxtrakt aus der Apotheke zur Vorbeugung und Behandlung der Benignen Prostata Hyperplasie (BPH), über die wir gestern sprachen. Zu Beginn der Erkrankung wirken Kürbiskerne positiv sowohl auf die Beschwerden als auch auf die Wucherung.
Die heilende Wirkung von Kürbiskernen und dem daraus gewonnenen Kürbiskernöl wird darauf zurückgeführt, dass einige der Inhaltsstoffe (wie etwa die Linolsäure) direkt auf die Blasenmuskeln einwirken und diese kräftigen. Bereits bestehender Harndrang wird gemindert und Restharn, in dem sich Bakterien ausbreiten können, vermieden. Die Stärke des Harnstrahls nimmt wieder zu, Nachtröpfeln und verzögerter Beginn beim Wasserlassen werden weniger oder verschwinden. Eine Prostataoperation kann meist vermieden werden, wenn Kürbiskerne regelmäßig den Speiseplan bereichern. Etwa 10 Gramm Kürbiskerne täglich sollten dafür auf Ihrem Speiseplan stehen, hat die Kommission E ermittelt.
Zugelassen zur Behandlung des BPH sind in Deutschland von der Kommission E als Bestandteile von Fertigpräparaten derzeit die Früchte der Sägepalme, Brennnesselwurzel, Kürbissamen, Roggenpollen und das Phytosterin aus dem in Südafrika beheimateten Spargelgewächs Hypoxis rooperi. Ihre positive Wirkung ist vielfach in Studien bestätigt worden. In der Apotheke sind etliche Fertigprodukte oder Tees zur Behandlung der BPH erhältlich - etwa Granufink, Prostagutt forte, Bazoton, Cernilton, Harzol oder Azuprostat. Reizzustände der Blase mit vermehrtem Harndrang und quälendem Brennen reagieren positiv auf Blasentees und Fertigpräparate, in denen Goldrutenkraut, Bärentraube, Birkenblätter, Pestwurzelstock und Schachtelhalm stecken. Kürbiskerne können die Beschwerden ebenfalls lindern. Das gilt für beide Geschlechter.
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Ihre Sylvia Schneider