Pilgern für die innere Einkehr
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 18. Juni 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
immer mehr Menschen trauen sich heute auch an eine Pilgerwanderung. Etwa sieben Millionen Deutsche haben sich bereits auf Schusters Rappen gemacht, um diese andere Art des Wanderns zu erfahren. Den Startschuss der Pilgerwander-Welle gab bekanntlich Hape Kerkeling mit seinem Selbsterfahrungsbuch „Ich bin dann mal weg", das sich millionenfach verkaufte. Wer pilgert, sucht - wie alle anderen Naturfreunde - Ruhe, Kontemplation und innere Einkehr. Viele Menschen finden in einer persönlichen Krise zum Pilgerwandern und auch zurück wieder zu Gott beziehungsweise zum Göttlichen. Zusätzlich ist es eine enorme sportlich-körperliche Herausforderung.
Wer pilgert, ist in der Fremde unterwegs - ohne festen Wohnsitz und ohne große Habe. Er befindet sich in der Tradition der pilgernden Mönche, die sich als Nachfolger Jesu verstanden. Sie sahen das Pilgern als Zeichen ihrer Hingabe zu Gott. Das Wort Wallfahrt geht auf das mittelhochdeutsche Wort „wallen" für wandern zurück. Man wanderte allein oder gemeinsam zu Orten, an denen man sich Gott besonders nahe fühlte. Bekanntester internationaler Pilgerort ist Santiago de Compostela, der auf dem Jakobsweg zu erreichen ist. Über 800 Kilometer sind da per pedes zurückzulegen. Doch auch in Deutschland gibt es allein 1.000 Pilgerorte, die sich als Ziel des Pilgerwanderns anbieten.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb