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Sichere Erfolge bei Schulterschmerzen und Gelenkentzündungen

Dieser Erfolgsbericht ist kein Einzelfall: Seit 30 Jahren plagte sich die Patientin aus München mit Schulterschmerzen herum. Ihre Ärzte hatten die Diagnose „Kalkschulter“ gestellt und Eisbehandlungen, Krankengymnastik sowie jede Menge Schmerzmittel verordnet – alles ohne Erfolg. Nach einem Umzug suchte sie einen anderen Orthopäden auf, der ihr ein neues Verfahren vorschlug: die Stoßwellentherapie. Etwa zwei Wochen nach der zweiten Therapiesitzung waren ihre Schmerzen vollkommen verschwunden und sind seitdem nicht mehr aufgetreten.

Stoßwellen hemmen Entzündungen und Schmerzreize

Etlichen Patienten hat die Methode nicht nur langwierige Schmerzen, sondern auch Medikamente, Spritzen oder sogar eine Operation erspart.

Schulterschmerzen & Co.: Das sind die Einsatzgebiete der Stoßwellentherapie

  • Schulterschmerzen (durch Kalkeinlagerungen oder Entzündungen)
  • Tennis-Ellenbogen
  • Achillessehnenreizung
  • Fersensporn
  • Sehnen- und Schleimbeutelentzündungen
  • Knieprobleme (Patellaspitzensyndrom)
  • schlecht heilende Knochenbrüche
  • Nacken- und Rückenschmerzen (Triggerpunkt-Behandlung)
  • Wundheilung (z. B. „offene Beine“, Brandwunden)

Stoßwellen sind im Prinzip nichts anderes als schnell bewegte Luft. Solche Luftdruckwellen sind z. B. an der Ausbreitung des Knalls bei Überschallflugzeugen oder von Donnern während eines Gewitters beteiligt und können schon einmal Fensterscheiben erzittern lassen.

In der Medizin werden die energiereichen Wellen seit etwa 20 Jahren eingesetzt, um Nieren- oder Gallensteine zu zertrümmern (Stoßwellenlithotripsie). Vor etwa 20 Jahren haben dann Orthopäden mehr oder weniger zufällig entdeckt, dass bei Patienten, die eine solche Lithotripsie hinter sich hatten, plötzlich auch Sehnenschmerzen verschwanden.

Stoßwellen, das haben Untersuchungen der letzten Jahre ergeben, haben nicht nur eine zerstörerische Wirkung z. B. auf Kalkablagerungen inder Schulter oder auf Nierensteine. Sie zeichnen sich durch eine ganze Reihe von biologischen Effekten aus.

In einer Studie erhielten ca. 40 Patienten mit Schulterschmerzen eine Stoßwellentherapie oder zur Kontrolle eine Scheinbehandlung (ohne Stoßwellen). Nach 12 Monaten verspürten über 94 % aus der Therapie-Gruppe eine deutliche Besserung. In der Kontrollgruppe waren es lediglich 22 %.

So wirken Stoßwellen im Gewebe:

  • Zerstörungen von Kalkablagerungen
  • besseres Knochenwachstum
  • Verbesserung der Durchblutung
  • Hemmung von Entzündungsprozessen
  • Blockade von schmerzleitenden Nervenfasern

Um das Verfahren von der Stoßwellenlithotripsie abzugrenzen, wird sie als „Stoßwellentherapie“ bezeichnet.

Selbst komplizierte Knochenbrüche heilen besser

Die anregende Wirkung auf das Knochenwachstum machen sich vor allem Unfallchirurgen bei schlecht heilenden Brüchen (medizinisch: Pseudarthrosen) zunutze. Die Heilungsraten liegen hier etwa bei 80 %.

Ähnlich gute Ergebnisse werden mit der Stoßwellentherapie bei Verkalkungen im Schulterbereich erzielt. Beispielsweise erhielten im Jahr 2007 in der Klinik Mutualiste La Sagesse in Rennes (Frankreich) 80 Patienten zweimal eine Stoßwellenbehandlung. Nach drei Monaten hatten sich die Beschwerden bei 75 % der Probanden deutlich gebessert. In einer gleich großen unbehandelten Kontrollgruppe lag dieser Anteil lediglich bei 30 %. Auch in einer Studie der Technischen Universität München aus dem Jahr 2003 konnten Schulterschmerzen ähnlich effektiv bekämpft werden (siehe Grafik auf Seite 9).

Eindrucksvoll sind auch die Erfolge bei schmerzhaften Reizungen der Achillessehne. Das belegt eine Studie der OrthoTrauma Clinic in Grünstadt in Zusammenarbeit mit der Universität Keele (Großbritannien) aus dem Jahr 2007. Die Experten behandelten 57 Patienten mit Stoßwellen, eine gleich große Kontrollgruppe wurde lediglich beobachtet. Alle Patienten wurden zuvor mindestens drei Monate mit Schmerzmitteln, Kortisonspritzen oder Krankengymnastik ohne Erfolg behandelt. Nach der Therapie bewerteten 60 % der Patienten ihre Schmerzen als „vollständig verschwunden“ oder zumindest „sehr verbessert“. Aus der Kontrollgruppe fühlten sich nur 20 % besser.

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