Die Stoßwellentherapie, auch extrakorporale Stoßwellentherapie oder ESWT genannt, ist eine Methode zur Behandlung diverser Krankheiten, die mechanische Wellen nutzt. Stoßwellen werden schon seit mehr als 20 Jahren in der Urologie eingesetzt, wo mit ihrer Hilfe Nierensteine und Blasensteine zertrümmert werden. Die stimulierende Wirkung auf Knochen und Gewebe ist erst später entdeckt worden.
Stoßwellentherapie erzeugt Schalldruckwellen, die im Inneren des Körpers gebündelt werden; sie wird gerne zur Behandlung von Pseudoarthrosen, Verkalkungen der Schulter, Fersenspornen, verkalkten Sehnenansätzen am Ellbogen, Tennisarm offenen Beinen und anderen chronisch offenen Wunden eingesetzt.
Bei einer Behandlung, die unter Umständen schmerzhaft sein kann und dann eine Lokalanästhesie erfordert, kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen; häufig sind Blutergüsse, Schwellungen, Einblutungen in die Haut, sowie eine kurzfristige Verstärkung der Schmerzen, die eigentlich gelindert werden sollten. Bei unsachgemäßer Ausführung kann es zu einer dauerhaften Schädigung von Knochen, Blutgefäßen, Nerven und Sehnen kommen, die durchaus auch Spätfolgen haben können. Nach drei Sitzungen sollte eine deutliche Verbesserung der Beschwerden spürbar sein.
Stoßwellentherapie darf bei Gerinnungsstörungen, Krebserkrankungen, akuten Entzündungen im Behandlungsgebiet, an Nerven und großen Gefäßen sowieso in der Schwangerschaft auf keinen Fall angewandt werden.
Lesen Sie hier mehr darüber, wie die Stoßwellentherapie verspannten Muskeln helfen kann und welche Erfolge bei Schulterschmerzen und Gelenksentzündungen erzielt werden können.