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Stangerbad: Individuelle Dosierungg

Beim Stangerbad wird mit geringen Stromstärken gearbeitet. Weil die Stromempfindlichkeit von Mensch zu Mensch sowie an verschiedenen Körperstellen unterschiedlich ist, richtet sich der Therapeut nach der individuellen Verträglichkeit der Behandlung: Er steigert langsam die Stromstärke, bis der Patient den Strom als leichtes Kribbeln wahrnimmt. Dann ist die sogenannte sensible Reizschwelle erreicht, die für die meisten Indikationen im Stangerbad ausreicht.

Eine Anwendung dauert etwa zehn bis zwanzig Minuten; die Wassertemperatur wird konstant bei 37 bis 38° Celsius gehalten (bei wärmeempfindlichen Patienten um ein bis zwei Grad niedriger). Der Strom wird erst eingeschaltet, wenn sich der Patient einige Minuten an das Wasser gewöhnt hat.

Nach Beendigung der galvanischen Durchströmung gleicht sich die Verschiebung der Ionen in den Gewebsflüssigkeiten innerhalb etwa einer Stunde allmählich wieder aus.

Die Erfahrungen mit Elektrobädern zeigen, daß bei richtiger Anwendung keine unerwünschten Nebenwirkungen zu erwarten sind. Nicht angewendet werden sollte das Stangerbad bei entzündlichen Hauterkrankungen, bei Trägern von metallischen Implantaten und Herzschrittmachern sowie während der Schwangerschaft.

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