Osteopathie: Wie Sie sich wieder schmerzfrei bewegen können
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Osteopathie
Osteopathie ist eine Medizin mit den Händen, die vollkommen ohne Schmerzmittel und technische Hilfen auskommt. In den USA ist das Verfahren schon seit Jahrzehnten als Teil der Schulmedizin anerkannt. Vor allem bei Rückenschmerzen, aber auch bei inneren Krankheiten hat die „Medizin mit den Händen“ oft verblüffende Erfolge. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich auch im Alltag nach osteopathischen Regeln gesund bewegen.
GNL5356
Osteopathie lässt sich frei mit „Krankheit, die von den Knochen kommt“ übersetzen. Denn für ihren US-amerikanischen Begründer, den Chirurgen Dr. Andrew Taylor Still (1828 bis 1917), gingen so gut wie alle Krankheiten von den Knochen und den sie bewegenden Muskeln, Sehnen und Gelenken aus. Diese Sichtweise wird heute auch von Osteopathen nicht mehr uneingeschränkt vertreten, aber in der Therapie nimmt das Lösen von Muskelverspannungen und Gelenkblockaden durch spezielle Grifftechniken weiterhin einen wichtigen Platz ein.
Die Osteopathie kommt komplett ohne Medikamente oder andere medizinische Hilfsmittel aus! Das einzige „Werkzeug“ eines Osteopathen für Diagnose und Therapie sind die Hände – es handelt sich also tatsächlich noch um eine Be-hand-lung im ursprünglichen Wortsinn.
Einsatz der Muskel-Energie-Technik
Ein Osteopath behandelt eine Patientin mit der so genannten Muskel-Energie-Technik. Dabei werden die Muskeln sanft gedehnt und Schmerzpunkte gezielt gelockert.
Bei diesen Krankheiten kann Ihnen die Osteopathie helfen:
- chronische Muskelverspann gen
- Gelenkerkrankungen (z. B.: Arthrose, Arthritis)
- Nacken- und Rückenschmer
- Muskelschwäche
- Schwindel
- Kopfschmerzen und Migrän
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Verdauungsbeschwerden
- Sodbrennen
- Inkontinenz
- Menstruationsbeschwerden
- Schlafstörungen
In Deutschland war lange Zeit nur die Chirotherapie bekannt, die sich Mitte des 20. Jahrhunderts aus der Osteopathie entwickelt hat. Diese Grifftechnik wird jedoch ausschließlich bei Gelenk- und Wirbelblockaden eingesetzt. Erst in den letzten 15 Jahren hält auch hier zu Lande die Osteopathie mit ihrem wesentlich breiteren Anwendungsspektrum in den Praxen von Ärzten, Heilpraktikern oder Physiotherapeuten Einzug.
Eine ausführliche Voruntersuchung ist die Basis der Behandlung
In der Osteopathie können auch innere Erkrankungen mit den Händen behandelt werden. Das ist möglich, weil sämtliche Organe und Gewebe des Körpers über Muskeln, Sehnen und Bindegewebsstränge (so genannte Faszien) miteinander in Verbindung stehen. Durch das Lösen von Blockaden und Verspannungen werden auch weiter entfernt liegende Organe und Gewebe wieder optimal versorgt, und der Abtransport von Stoffwechselprodukten über die Lymphe kommt wieder in Schwung.
Am Anfang der Behandlung wird ein Osteopath Ihre Körperhaltung und Ihren Gang genau analysieren. Danach wird er versuchen, Muskelverspannungen, blockierte Gelenke oder Wirbel zu ertasten. Wichtig ist auch ein ausführliches Gespräch, in dem Sie Ihre Beschwerden genau beschreiben und ein Behandlungskonzept besprochen wird.