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Grundlagenwissen zum Thema Osteopathie

Osteopathie, auch osteopathische Medizin, osteopathische Behandlung oder manuelle Therapie, ist der Überbegriff verschiedener alternativmedizinischer Behandlungskonzepte. Osteopathie umfasst die manuelle Diagnostik und Therapie hauptsächlich des Bewegungsapparates, aber auch innerer Organe und des Nervensystems. Sie verzichtet vollständig auf den Einsatz von Medikamenten. In Deutschland sind ausgebildete Osteopathen in diversen Verbänden organisiert.

Naturheilkundliche Vision eines amerikanischen Arztes

Osteopathie setzt sich zusammen aus den altgriechischen Wörternosteofür Knochen undpathiefür Leiten. Osteopathie in Europa basiert zumeist auf den Lehren des amerikanischen Arztes Andrew Taylor Still, der Ende des 19. Jahrhunderts ein einzigartiges Behandlungskonzept schuf, nachdem er erkannt hatte, dass die Schulmedizin keinesfalls Antworten auf alle Fragen bot. Die Säulen der Osteopathie nach Still bilden folgende Erkenntnisse:

  • Bewegung hat eine grundlegende Bedeutung für alle Strukturen des Körpers
  • Struktur und Funktion stehen in Abhängigkeit voneinander
  • der Organismus bildet eine untrennbare Einheit
  • der Organismus verfügt über starke Selbstheilungskräfte

1892 gründete Still in Missouri die American School of Osteopathy, heute Kirksville College of Osteopathic Medicine. Schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Osteopathie in mehr und mehr amerikanischen Bundesstaaten rechtlich anerkannt; heute sind Osteopathen in den USA Ärzten rechtlich gleichgestellt, dürfen Medikamente verschreiben und Operationen durchführen.

John Martin Littlejohn, ein Schüler Stills, brachte die Osteopathie nach England, von wo aus sie ab der Mitte des letzten Jahrhunderts auch den europäischen Kontinent eroberte. Hier entwickelte sich die Osteopathie als manuelle Therapieform weiter, ganz so, wie Still es gewünscht hatte. Sie wird meistens im Rahmen physiotherapeutischer Behandlungskonzepte angewendet.

In Deutschland übernehmen mittlerweile neben den privaten Kassen auch mehrere gesetzliche Krankenkassen die Kosten für osteophatische Behandlungen; Vorraussetzung ist eine Verordnung durch einen Arzt und das Aufsuchen eines den offiziellen Verbänden angeschlossenen Osteopathen.

Möglichkeiten und Grenzen

Die Osteopathie bildet eine eigenständige Therapieform; häufig wird sie jedoch ergänzend zu anderen Therapien angewendet. Dies ist sinnvoll, da die Osteopathie keine Krankheiten bekämpft, sondern sich auf das Beseitigen von störenden Blockaden und Funktionsstörungen beschränkt. Insofern ist sie bei nahezu allen Erkrankungen sinnvoll, um dem Körper zu helfen, gesund zu werden.

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