Moxibustion: Indirekte Moxibustion
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Die entzündeten Moxakegel berühren nicht direkt die Haut. Entsprechend der Art des isolierenden Materials, das zwischen Kegel und Haut gelegt wird, gibt es drei Arten der indirekten Moxibustion.
1. Eine Scheibe Ingwer von circa 2 mm Dicke wird abgeschnitten. Es werden einige Löcher in die Ingwer-Scheibe hineingestochen und diese wird auf dem ausgewählten Akupunkturpunkt platziert. Ein großer Moxakegel wird aufgelegt und entzündet. Wenn der Patient ein Brennen spürt, wird der Kegel entfernt und ein anderer aufgelegt. Nachdem dieser Akupunkturpunkt genügend behandelt wurde, wird die Ingwerscheibe mit dem Moxakegel zum nächsten Punkt geschoben. Der Behandler wechselt so nach kurzer Zeit von einem Punkt zum nächsten. Dabei sollte jeder Akupunkturpunkt 6- bis 8-mal erhitzt werden. Bei richtiger Anwendung zeigt die Hautstelle eine 1 bis 2 cm große Rötung als Ausdruck der lokalen Hitzereaktion. Diese Methode ist sehr wirkungsvoll, jedoch sollte man beim Verschieben der Ingwerscheibe mit dem Moxakegel sehr vorsichtig sein, damit die Haut nicht verbrennt.
Diese Methode ist angezeigt bei Symptomen der Schwäche des Magens und der Milz, wie Diarrhö, Bauchschmerzen und schmerzhaften Gelenken.
2. Bei Skrofulose, im frühen Stadium von Hautentzündungen, giftigen Insektenstichen und Ähnlichem wird eine Scheibe Knoblauch aus einer großen einzelnen Knoblauchzehe herausgeschnitten. Löcher werden eingestochen. Der Knoblauch wird zwischen den Akupunkturpunkt und den entzündeten Moxakegel gelegt. Der Kegel wird erneuert, wenn der Patient ein Brennen empfindet.
3. In Fällen von Kollaps mit Symptomen von kalten Extremitäten und unfühlbarem Puls nach schweren Bauchschmerzen, Erbrechen und Diarrhö wird der Nabel bis auf Hautniveau mit Salz aufgefüllt. Ein großer Moxakegel wird aufgelegt und entzündet.
Eine weitere Methode ist die indirekte Moxibustion mit Moxazigarren. Hierzu wird eine entzündete Moxazigarre in einem gewissen Abstand über den ausgewählten Akupunkturpunkt gehalten, um eine milde Wärme in dem Gebiet zu verursachen, bis es dem Patienten zu heiß wird und die Haut sich rötet. Die Moxazigarre kann leicht auf- und abbewegt werden, in der Art, wie ein Vogel Körner aufpickt. Diese Methode ist angenehm und kann an Punkten angewendet werden, wo Moxakegel nicht geeignet sind. Auch hier wird behandelt, bis Sie ein deutliches Hitzegefühl verspüren; dann geht der Behandler etwas weiter weg.
Nach kurzer Zeit nähert man die Moxazigarre wieder Ihrer Haut, bis Sie erneut ein Hitzegefühl spüren. Dies wird 6- bis 8-mal je Punkt wiederholt. Jeder Punkt wird so für ca. 30 bis 40 Sekunden kräftig angewärmt, bis die Haut eine deutliche Rötung zeigt. Man sollte jedoch sehr vorsichtig sein und die Haut keinesfalls verbrennen.