MenüMenü

Magnetfeldtherapie: Neue Energie für kranke Zellen

Magnetfeldtherapie: Schwache elektrische Ströme sollen in den Körperzellen einen wahren Energiestoß auslösen und allerlei Beschwerden beseitigen. Nach den Erfahrungen der Magnetfeld-Therapeuten ist diese sehr erfolgreich und frei von Nebenwirkungen.

Wenige Minuten Kontakt mit künstlich erzeugten Magnetströmen sollen ausreichen, um kleine Wunder zu bewirken. Profisportler schwören schon lange auf den stoffwechselstimulierenden Effekt der Magnetfeldtherapie. Auch unter den gesundheitsbewussten Frauen findet sie immer mehr Anhängerinnen.

Schon Kleopatra war die gesundheitliche Auswirkung der magnetischen Strahlen nicht unbekannt. Der Überlieferung nach ließ sie ihren Haarreif magnetisieren, um sich vor Kopfweh zu schützen. Auch Hippokrates und später Paracelsus schworen auf die elektrischen Ströme.

Doch erst die physikalischen Erkenntnisse im ausgehenden 19. Jahrhundert schufen die theoretischen Grundlagen für die Magnetfeldtherapie. Die Erde verfügt über ein Magnetfeld, das in gewissen Abständen pulsiert. Davon bleibt auch der Mensch nicht unbeeinflusst. Eines der Symptome dafür ist die Wetterfühligkeit, die v. a. Frauen heimsucht.

Um ein Gleichgewicht im Organismus aufrechterhalten oder wiederherstellen zu können, ist es wichtig, dass die Flüssigkeit in unserem Körper zum Zellinneren in einem ausgeglichenen Verhältnis mit der Flüssigkeit außerhalb der Zellen steht. Diese befindet sich im Gewebe, im Blut, in der Lymphe und in den Verdauungssäften. Diese Balance soll mit der Magnetfeldtherapie angestupst werden und zu den unterschiedlichsten Heilungsprozessen führen.

Magnetstrahlen mobilisieren Ihre Selbstheilung

Heute gehen Mediziner unterschiedlichster Fachrichtungen davon aus, dass magnetische Strömungen generell den Zellstoffwechsel ankicken und damit die Selbstheilungskräfte mobilisieren können. Sie arbeiten mit so genannten gepulsten Magnetstrahlen; die sollen die Spannung der Zellmembran steigern, den Ionenaustausch erleichtern, den Abtransport von Schlackenstoffen ankurbeln, die Durchblutung unterstützen, die Sauerstoffversorgung erhöhen und die Nährstoffversorgung verbessern.

Die folgenden Indikationen geben die Magnetfeldtherapeuten als aussichtsreich für eine Behandlung an: Allergien, Bandscheibenvorfall, Diabetes, Gicht, zu hoher Blutdruck, zu niedriger Blutdruck, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Sportverletzungen, Tinnitus, Wundheilung, Zahnfleischerkrankungen, Depressionen und Schlafstörungen.

Allerdings schränken die meisten Ärzte ein, dass die Magnetfeldtherapie bei schwereren Erkrankungen immer nur ein zusätzliches Heilangebot für den Körper sein könne. Doch immerhin kann v. a. in der Behandlung von Schmerzen in vielen Fällen der Medikamentenkonsum gedrosselt werden. Besonders gute Erfahrungen hat man auch bei der Behandlung von Depressionen und Epilepsie gemacht. Ob auch Parkinson und Schizophrenie positiv zu beeinflussen sind, wird derzeit untersucht.

Tabu ist die alternative Heilmethode für Menschen mit Herzschrittmachern oder anderen elektronischen Implantaten, mit Herzrhythmusstörungen, Fieber und Krebserkrankungen. Nicht ratsam ist sie ebenfalls bei Angina Pectoris, Schilddrüsen-Überfunktion, Tuberkulose, Entzündungen, Blutungen und Pilzerkrankungen. Auch Schwangere sollten sich von dieser Therapie nicht anziehen lassen.

So funktioniert die Transkranielle Magnetfeldtherapie (TMS)

Kernpunkt der Behandlung sind heute Hightech-Apparate, mit denen pulsierende Magnetfelder künstlich aufgebaut werden können. Die Patientin liegt dabei auf einer Applikationsmatte oder sitzt auf einem Applikationskissen.

In einer Kupferspule werden für Sekundenbruchteile durch Stromstöße Magnetfelder aufgebaut. Die Spule wird in Nähe des Kopfes gebracht (Schädeldecke = Cranium), die Impulse sollen bestimmte Areal unter der Schädeldecke reizen. Das pulsierende Magnetfeld geht wellenartig durch das Gehirn und erzeugt einen Stromfluss, der die Nerven anregt. Frequenz und Stärke sind individuell steuerbar.

Insgesamt gelten die ersten wissenschaftlichen Nachweise als hoffnungsstiftend.

Blanker Unsinn: Magnete für den Hausgebrauch

Magisch angezogen werden die Käuferinnen zur Zeit auch von Magneten in Amuletten, Armreifen, Ketten, Gurten, Schuheinlagen, Autofahrerkissen, Decken und Matratzenauflagen.

Das Hochglanzfrauenmagazin „Madame“ meldet gar, dass Supermodel Christy Turlington magnetische Flip-Flops und Sandalen mit magnetischer Einlegesohle entworfen hat. Es werden einfache, bipolare Magnetpflaster und komplexe wechselpolarige Magnetfolien angeboten. Es gibt Magnetscheiben, die Sie individuell auf schmerzende Stellen aufkleben können, oder in Keramik verpackte Magnete, die in Handschuhe, Kniebandagen, Rückenschoner oder Einlegesohlen eingebettet sind.

Sie erhalten Sie teils in Esoterikläden, teils auch in der Apotheke. Diese Magnete für den Hausgebrauch sollen kühlen, Schmerzen stillen und die Durchblutung fördern. Erfahrene Magnetfeldtherapeuten halten diese Produkte für Humbug. Diese Ströme seien viel zu schwach, um irgendetwas bewirken zu können. Damit wird Ihnen also lediglich das Geld aus der Tasche gezogen.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten